Gelenkarthrose, Rheuma und Osteochondrose Behandlung mit Integrative Neuraltherapie

Ziel ist Heilung und nicht nur Schmerztherapie.

Die Behandlung chronischer Schmerzpatienten besteht in der klassischen Schulmedizin laut den Leitlinien der schmerztherapeutischen Gesellschaften aus einer hochdosierten Schmerzmedikation und verschiedenen Begleittherapien. Die eigentliche Ursache vieler chronischer Schmerzzustände ist aber durch rein schulmedizinische Untersuchungen häufig nicht zu erfassen und zu therapieren. Der Organismus folgt den Gesetzen der Quantenphysik und nicht einer Schulmedizin, die auf Gesetzen der Physik des 19. Jahrhunderts beruht.

Heilung von Schmerzzuständen ist die Wiederherstellung von kohärenten Wellenfunktionen aus einer Dekohärenz. Dies ist durch schulmedizinische Therapien nicht möglich. Auch langjährige chronische Schmerzzustände können durch ganzheitliche, moderne Therapien geheilt werden.

Gelenkschmerzen und Wirbelsäulenbeschwerden mit muskulären Verspannungen, Verdauungsstörungen mit Durchfall und Verstopfung sowie „Krampfzustände“ der Blutgefäße mit Kopfschmerzen und Schwindel. Solche Beschwerden können laut Neuraltherapeuten Funktionsstörungen sein, die durch bestimmte Krankheitsherde, sogenannte „Störfelder“, aufrecht erhalten werden. Dabei handelt es sich nach Auffassung der naturheilkundlich ausgerichteten Neuraltherapie um chronische Entzündungsherde. Diese Störfelder irritieren kontinuierlich das vegetative Nervensystem und setzen den Körper unter Dauerstress.

 

 

Als Neuraltherapie bezeichnet man die Behandlung von örtlich begrenzten oder allgemeinen Störungen des Organismus durch die Injektion von überwiegend kurzwirksamen Lokalanästhetika wie z.B. Procain. Auf diese Weise lassen sich vor allem Schmerzzustände, funktionelle und vegetative Störungen sowie chronische Entzündungen behandeln.

Neuraltherapie ist ein Therapieverfahren, das über das Nervensystem wirkt. Hierbei werden örtliche Betäubungsmittel, sogenannte Lokalanaesthetika in Reflexzonen, Narben, Störfelder oder Schmerzbereiche injiziert. Meist wird das Mittel Procain verwendet. Auch Lidocain und andere „-caine“ kommen zum Einsatz. Die meisten Neuraltherapeuten bevorzugen Procain deswegen, weil es neben der örtlichen Wirkung den von allen Lokalanästhetika stärksten Einfluss auf das Zwischenzellgewebe und somit die effektiveren Fernwirkungen hat. Außerdem wird dieser Stoff schon am Wirkort rasch zum größtenteils in seine für den Körper unschädlichen Bausteine zerlegt, die zum einen heilsame Wirkungen entfalten, zum anderen problemlos “entsorgt” werden können.

Ganz im Sinne der modernen Regulationsmedizin macht sich die Neuraltherapie die körpereigene Steuerungs- und Ausgleichsfunktion des vegetativen Nervensystems zunutze. Durch die Injektionen werden die Selbstheilungskräfte des Körpers unterstützt. Dabei werden alle Regelkreise des Organismus beeinflusst.

Die Neuraltherapie wird als fachbereichsübergreifende Methode mitunter der sogenannten Alternativmedizin zugeordnet, ist aber tatsächlich wissenschaftlich fundiert und setzt weitreichende Kenntnisse der neuroanatomischen und neurophysiologischen Grundlagen voraus, insbesondere im Bereich des vegetativen Nervensystems.

 

 

 

Neuraltherapie – eine wertvolle Ergänzung zur Akupunktur

Die Akupunktur und die Neuraltherapie haben die gleichen Ziele – die Dysbalance von neuralen Reizzuständen zu korrigieren. Die Akupunktur ist schon 5000 Jahre alt, die Neuraltherapie noch keine 100 Jahre. Trotzdem sind beide zur Behandlung funktioneller Erkrankungen erfolgreich. Mit der Injektion von Lokalanästhetika werden Reizzustände aus der Peripherie zeitweise oder auf Dauer unterbrochen. Dadurch können überlastete Regelkreise rekompensieren. Die Fortleitung der Reizzustände ist durch manuelle Untersuchungstechniken diagnostizierbar.

 Die Neuraltherapie ist eine Regulations- und Umstimmungstherapie. Ziel einer Regulationstherapie ist es, Fehlfunktionen des Organismus zu normalisieren. Hierzu werden örtliche Betäubungsmittel, Lokalanästhetika, bevorzugt das Procain, verwendet.

 Der Einsatz der Lokalanästhetika erfolgt unter Berücksichtigung der von dem britischen Neurologen Henry Head veröffentlichen These, wonach ein nervlicher Zusammenhang mit bestimmten Körperpartien besteht, die über die Haut beeinflussbar sind (cuti-visceraler Reflex). Die mit dem Wirkort in Verbindung stehenden Hautareale werden als „Reflexzonen oder HEADsche Zonen“ bezeichnet.

 Neuraltherapie beachtet die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Konvergenzverschaltung im spinalen Hinterhorn und der sympathischen bzw. parasympathischen Divergenzverschaltung und die Diagnostik und Therapie der segmentüberschreitenden Muskelketten.

 Unter dem Einfluss des gesamten Nervensystems und der Regulation über das Grundsystem werden alle lebenswichtigen Funktionen geregelt, wie z. B. Stoffwechsel, Durchblutung, Temperatur und Zellatmung, Energiehaushalt und Säurebasen-Gleichgewicht. Auch die ersten Gegenregulationen gegen Störungen im Organismus laufen hier ab. Der Nutzen der Neuraltherapie ist durch eine große Anzahl von eindrucksvollen Heilerfolgen sowie klinischen Studien belegt. Lokalanästhetika vom Estertyp haben unter anderem eine periphere schmerzstillende, entzündungshemmende und lymphabflussanregende Wirkung.

 Die Neuraltherapie beruht auf der Vorstellung, dass das vegetative Nervensystem als Schaltstelle zwischen Leib und Seele aufzufassen ist und somit über die vegetativen Nervenbahnen Krankheitsprozesse beeinflusst werden können. Die Voraussetzung für diese Behandlung ist die genaue Kenntnis der Anatomie und Neurophysiologie.

 

Wirkungsweise

Die Neuraltherapie wurden in den 1930er Jahren von den Gebrüdern Huneke entdeckt. Es gibt verschiedene Varianten, wir setzen die Neuraltherapie als Lokalbehandlung zu schmerztherapeutischen Zwecken ein. Hierfür wird gezielt ein lokales Betäubungsmittel (etwa Procain oder Lidocain) meist oberflächlich unter die Haut direkt dorthin gespritzt („gequaddelt“), wo der Schmerz sitzt, so etwa am Rücken in die Muskeln, die die Dornfortsätze umgeben. Durch diese lokale Betäubung kann oft schon den Teufelskreis des Schmerzgeschehens durchbrochen und damit die Schmerzursachen beseitigt werden. Denn Schmerz führt zur Verkrampfung, was wiederum eine verminderte Durchblutung und die Freisetzung von bestimmten entzündungsfördernden Botenstoffen zur Folge hat. Das injizierte Schmerzmittel erweitert u.a. die Gefäße, sodass wieder mehr Blut in die behandelte Region fließt.

Die neuere Hirnforschung hat Zusammenhänge zwischen Störungen auf der strukturell-chemischen Ebene und der Aktivierung von Hirnregionen nachgewiesen, die psychische und körperliche Funktionen steuern. Chronische Schmerzen können demnach eng mit Angst und Depressionen verbunden sein. Ihre Behandlung verläuft nur erfolgreich, wenn sie zugleich sowohl auf der strukturell-chemischen als auch auf der psychologischen Ebene erfolgt, sich also nicht ausschließlich auf körperliche oder seelische Symptome konzentriert. Zusätzlich berücksichtigt die Neuraltherapie als Drittes noch die bioelektrisch-informative Ebene, denn der Organismus wird von zahllosen Programmen gesteuert, die in sämtlichen Zellen, in der interzellulären Matrix und im Nervensystem gespeichert sind.

Ihre Wirkung entfaltet die Neuraltherapie auf mindestens fünf unterschiedliche Weisen. Als lokales Analgetikum lindert sie Schmerzen. Sie wirkt entzündungshemmend, indem sie intrazelluläre Prozesse auslöst. Pathologische Erregungsmuster werden von ihr reguliert. Über das vegetative Nervensystem wirkt sie auf psychische Zustände ein. Und über elektrische Impulse kann sie die normalen Funktionsabläufe in den Regelkreisen des Organismus wiederherstellen.

Bei der Neuraltherapie kommt es weniger auf die Menge des verabreichten Lokalanästhetikums an, sondern vielmehr auf die richtige Wahl des Injektionsortes. Auch die schmerzstillende Lokalanästhesie (örtliche Betäubung) ist nicht entscheidend. Mit dem Einstich beginnt eine Kettenreaktion. Die spitze Verletzung durch die Nadel versetzt das direkt in der Umgebung befindliche Nervengeflecht und den dazu gehörigen übergeordneten Regelkreis in eine Stress-Situation. Diese wird in jedem Fall beantwortet. Es kommt zur Aktivierung von schmerzlindernden Nervenimpulsen oder zur Blockierung von schmerzleitenden Nervenimpulsen. Über die Einwirkung von Procain auf das Zwischenzellgewebe wird in der Regel dessen pH-Wert angehoben. Ein zu niedriger pH-Wert, also saures Gewebe, kann die Folge von Entzündung und Schmerz sein, er verstärkt die Schmerzempfindung von Nervenfasern.

Wie es zu den Gegenregulationen kommt, ist noch weitgehend unerforscht. Die Erfahrung seit über 80 Jahren hat gezeigt, dass mit der Neuraltherapie neben der Schmerzreduktion auch körpereigene Heilreaktionen ausgelöst werden. Die Neuraltherapie gehört heute zu den führenden Therapieformen der Regulationstherapien.

Gelenkschmerzen gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden weltweit. Sehr oft steckt eine Arthrose dahinter. Der Verscheiß betrifft vor allem den Gelenkknorpel, den relativ dünnen Schutzüberzug der Gelenkflächen. Von den 100 Gelenken, die es im menschlichen Körper gibt, kann Arthrose prinzipiell an jedem Gelenk entstehen. Besonders anfällig für Knorperschäden sind jedoch die stark beanspruchten Gelenke, also die Knie und Hüftgelenke sowie die Lendenwirbelsäule. Gelenke fangen schon um die 30 an zu verschleißen, meist unmerklich. Ab 60 hat jeder Fünfte Arthrose an Knien oder Hüften, gut die Hälfte der Menschen leidet dadurch Schmerzen. Mit höherem Alter nimmt die Zahl der Betroffenen weiter zu. Außer dem Lebensalter gehören Veranlagung, Verletzung, Fehlbelastung, mangelnde Bewegung, Übergewicht und spezielle Gelenkerkrankungen zu den Risikofaktoren.

So kann eine durchgemachte Leberentzündung zu Kniegelenksarthrose oder chronischen Hüftschmerzen führen. Man spricht dann von einem sogennanten Störfeld. Besonders viele Störfelder sind im HNO-Bereich angesiedelt, die in entfernten Bereichen Störungen verursachen.

 

Therapeutisches Vorgehen

Das beste Medikament, um einer Arthrose vorzubeugen oder den Verlauf zu stoppen, ist Bewegung. Denn nur dadurch wird das Gelenk mit Nährstoffen versorgt. Bei entzündlichen rheumatischen Prozessen kann Heilfasten Wunder tun. Auch das Finden und Beseitigen von Störfeldern, ist eine wichtige Therapieoption. Es gibt zahlreiche pflanzliche Mittel, mit denen man den Schmerz bekämfen kann. Dazu gehören Arnika, Beinwell, Teufelskralle oder Weidenrinde. Auch homöopathische Mittel und Mikronährstoffen sind eine effektive  Alternative zur Schmerztablette. Zu den Bewährten Hausmittel gehören Wickel mit Kohl, Beinwell, Retterspitz oder Myrrhe. Auch ein warmer Heusack ist geeignet den Schmerz auf sanfte Weise zu vetreiben.

Und ganz wichtig : die Ernährung. Wer öfter zum heimlischen Leinöl greift, bekommt jede Menge entzüdungshemmende Omega-3-Fettsäuren frei Haus geliefert. Weniger Fleisch und tierische Fette heißt auch, weniger Entzündungen.

Grundlegend für die Neuraltherapie ist eine interdisziplinäre, vernetzte und nicht an einzelnen Symptomen orientierte Sichtweise, die auch die jeder Behandlung vorausgehende lokale und ganzheitliche Anamnese prägt. Je differenzierter die Diagnose ausfällt, desto genauer kann man erkennen, auf welcher dieser Ebenen das Gesamtsystem beim jeweiligen Patienten am besten mit der Neuraltherapie anzusprechen ist. Dabei werden gleichzeitig psychische und somatische Effekte ausgelöst, die sich gegenseitig ergänzen und stärken.

 Nach eingehender Untersuchung, bei der auch die genaue Schmerzregion ermittelt wird, erfolgt eine Injektion direkt in den Ort des Schmerzgeschehens. Meist ist eine Behandlung ausreichend. Hat die Injektion zunächst eine deutliche Besserung bewirkt, die jedoch nach einigen Stunden allmählich nachlässt, empfiehlt sich gegebenenfalls eine zweite Injektion. Weitere Behandlungen sind im Allgemeinen nicht sinnvoll. Die Injektion ist weitgehend schmerzfrei und gut verträglich. Viele Patienten berichten von einem Gefühl der Wärme oder Leichtigkeit. Das Lokalanästhetikum wird vom Körper sehr schnell abgebaut (weniger als eine Stunde). Nicht angewendet werden darf die Therapie, wenn eine Unverträglichkeit des Lokalanästhetikums besteht sowie wenn eine Infektionskrankheit, Krebserkrankung, Blutgerinnungsstörung oder eine psychische Erkrankung besteht.

 

Störfeld

Injektionen an Narben oder Wunden, auch an entzündete Zahnwurzeln oder behandelte Zähne können eine entspannende Wirkung auf weit entfernte Muskelgruppen haben. Auch scheinbar damit nicht in Zusammenhang stehende Schmerzen können verschwinden. Geschieht dies schlagartig, so spricht man vom sogenannten “Sekundenphänomen” nach Huneke. Die Entdeckung des Sekundenphänomens erfolgte in den vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts durch den Düsseldorfer Internisten Dr. med. Ferdinand Huneke. Er unterspritzte eine alte Narbe am Unterschenkel eines Patienten, weil diese Reizerscheinungen zeigte. Dabei verwendete er das Medikament Procain. Schlagartig verschwanden die Schulterschmerzen, deretwegen er denselben Patienten schon seit längerem vergeblich behandelte.

Dr. Huneke definierte die Narbe, deren Unterspritzung zu einer Änderung oder zu einem Verschwinden von Schmerzen an einem entfernten Körperteil führte, als Störfeld. Er erforschte dieses zunächst für einen Zufall gehaltene Phänomen an vielen Patienten und vermutete, dass übergeordnete Regelkreise für die Heilung verschiedenster Zustände verantwortlich sein müssen.

Dr. Huneke entwickelte die Neuraltherapie als eigenständige Lehre in Ergänzung der damaligen Schulmedizin. Seine Kenntnisse formulierte er in Lehrsätzen. Er fand z.B. heraus, dass jede chronische Krankheit störfeldbedingt sein kann. Jede Körperstelle kann zum Störfeld werden.

Es handelt sich um ein Störfeld, wenn die Injektion dorthinein zu einer mindestens 20 Stunden anhaltenden Beschwerdefreiheit führt. Bei der Injektion an Zähne bzw. deren Wurzeln sollte die Beschwerdefreiheit wenigstens 8 Stunden anhalten. Bessern sich die Beschwerden nicht, so muss nach einem anderen, möglicherweise übergeordneten Störfeld gesucht werden.

Injiziert wird auch in sogenannte Dawo´s-Punkte, d.h. da wo´s weh tut. Dies führt zu einer Linderung der Schmerzen und stöbert eventuell ein fern gelegenes Störfeld auf. Beispiel: Injektion an die schmerzende Stelle im Bereich der Lendenwirbelsäule führt zu Zahnschmerzen. Somit könnte eine Verbindung bestehen. Zur Abklärung solcher Phänomene kann dann Hilfe von Spezialisten eingeholt werden. Die Neuraltherapie vernetzt somit die Naturheilverfahren mit nahezu allen medizinischen Fachgebiete, z.B. Allgemeinmedizin, Schmerzmedizin, Chirurgie, Naturheilverfahren, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Zahnmedizin, Gynäkologie, u.s.w..

Weitere Injektionsgebiete: Zahnwurzelbereiche, Narben gezogener Zähne, Punkte im Gesicht (Nervenaustrittsstellen), Mandeln (Tonsillen) oder die Narben der Mandeln, falls diese entfernt worden sind, Schilddrüse, Punkte neben der Wirbelsäule, an den Hinterkopf, den Nacken, den gesamten Rücken, auch der Unterleib, besonders bei Frauen, spricht auf Injektionen an.

 

Indikation für Integrative Neuraltherapie

Schmerzen durch Verspannungen, nach Unfällen oder Operationen und Gelenkerkrankungen können durch die richtige Anwendung der Neuraltherapie gebessert und ihre Heilung initiiert werden. Auch in der Sporttherapie führt dies häufig zu einer rascheren Mobilisierung und Rehabilitation. Bei internistischen Erkrankungen können die Injektionen an übergeordneten Regulationszentren und Nervenknoten Einfluss auf die Energiezufuhr und Durchblutung der betroffenen Organe nehmen. Dies konnte in vielen Fällen belegt werden.

  • Bandscheibenvorfall Beschwerden

  • Rückenschmerzen

  • Kopfschmerzen und Migräne

  • Arthrose

  • Gicht

  • Schulter- und Knie- Schmerzen

  • Rheuma

  • Reizdarm

  • Magenschleimhauteintzundung

  • Schuppenflechte

  • Psorias

  • Sodbrennen

  • (Funktionelle) Schmerzen im Bewegungsapparat, z.B. Schmerzen Halswirbel- oder Lendenwirbelsäulenbereich, Hüft- und Muskelschmerzen

  • Bänderzerrungen

  • Knochenhauterkrankungen

  • Amputationsschmerz

  • Narbenschmerzen

Reaktionen und Nebenwirkungen

·              Linderung der Beschwerden, manchmal auch vorübergehende sogenannte Erstverschlimmerung über 1 – 2 Tage
·              Verbesserung der Beweglichkeit
·              Aufspüren von bisher unbekannten Störfeldern, die sich melden können, wenn ein Schmerzgebiet optimal behandelt wird
·              Linderung von Kopfschmerzen
·              Linderung von Beschwerden bei Infektionen der oberen Atemwege.

Da die Injektionen von Procain oder anderen Lokalanaesthetika in gereizte oder entzündete Bereiche des Körpers und in Schmerzgebiete erfolgen, kann es zu Gegenregulation des vegetativen Nervensystems kommen und je nach Empfindlichkeit der Person zu vorübergehenden leichten Kreislaufstörungen. Deshalb ist es notwendig, mindestens 10–15 Minuten nach der Behandlung am Ort der Behandlung zu verweilen, möglichst in unmittelbarer Nähe einer Liege. Anschließend sollte mindestens ein großes Glas Wasser getrunken werden. Danach ist eine viertelstündige Entspannung empfehlenswert. Die Schulmedizin erkennt die Neuraltherapie nur zögernd an. Eine der Neuraltherapie in Teilen ähnliche Form der Behandlung mit Lokalanästhetika erhielt heißt “therapeutische Lokalanästhesie”. Hierbei handelt es sich ausschließlich um schulmedizinische Schmerzbehandlung.

 

 Injektionstechniken

Quaddeln: Mit einer sehr feinen Kanüle wird im Bereich  von Schmerzen oder Verspannungen mehrfach in die oberste Hautschicht injiziert, so dass kleine Quaddeln (wie Mückenstiche) entstehen. Ganze Ketten von Quaddeln können gesetzt werden, z.B. neben der Wirbelsäule bei Verspannungen oder auf dem Kopf, um die sogenannte Hutkrempenlinie herum, bei Migräne.

Infiltration: Hierbei wird mit einer feinen, meist größeren Nadel in tiefere Hautbereiche oder in die darunter liegende Muskulatur gespritzt. Dieses Verfahren setzt der Arzt bei tastbaren Verhärtungen im Muskelbereich ein.

Narbenunterspritzung: Mit der neuraltherapeutischen Behandlung von Narben soll neben einer Verbesserung des kosmetischen Ergebnisses bei noch frischen Narben eine Fernwirkung auf übergeordnete oder untergeordnete Störfelder bzw. erkrankte Körperzonen erfolgen.

Injektion an Nervenaustrittspunkte: Dort, wo ein Nerv austritt (z.B. am Hinterkopf), kann eine Injektion auf einen gesamten Körperbereich Einfluss nehmen, im Sinne der ganzheitlichen Regulationstherapie.

Injektion an Nervenknoten (Ganglien) oder Nervenwurzeln neben der Wirbelsäule:

Auch hiermit können übergeordnete Regelkreise beeinflusst werden. Die Injektion erfolgt mit etwas längeren und stärkeren Nadeln, mitunter mehrere Zentimeter tief. Hierbei, aber wie natürlich auch bei allen anderen Injektionen im Rahmen der Neuraltherapie, muss der Arzt genaue Kenntnisse von der Anatomie haben.

Injektion an die Schilddrüsenlappen: Die Schilddrüse ist nicht nur ein Ort, an dem Hormone produziert werden. Sie ist auch ein Ort der vegetativen Regulation. Injektionen in dieses Gebiet können mitunter direkt Emotionen auslösen. Dies ist keineswegs beunruhigend, sondern im Rahmen der ganzheitlichen Behandlung durch die Neuraltherapie positiv zu sehen. Hierdurch werden nämlich auch sogenannte seelische Blockierungen gelöst.

Injektion an Gelenke: Bei Arthrosen  und rheumatischen Beschwerden kann mit Procain an alle Gelenke gespritzt werden. So ist es z.B. möglich, die Beweglichkeit der Fingergelenke auch in höherem Alter so zu verbessern, dass sogar Klavierspielen wieder möglich wird.

Intravenöse Injektion: Hierbei wird in der Regel 1 ml Procain in eine Vene gespritzt. Beim  Herausziehen der Nadel gibt man noch ein kleines Depot neben das Blutgefäß unter die Haut. Hiermit beeinflusst man das Nervengeflecht, das alle Blutgefäße umgibt.

Intraarterielle Injektion: Injektion mit Procain in eine Arterie, meist bei einer schweren Durchblutungsstörung der Beine. Die Patienten verspüren bei  korrekter Durchführung oft ein angenehmes Wärmegefühl, das unterschiedlich lang anhält. Inwiefern dies die Ursache der Durchblutungsstörung behebt, ist umstritten.

Die Neuraltherapie kann in den meisten Fällen parallel zur Schulmedizin oder einer anderen naturheilkundlichen Behandlung erfolgen. Oft kann beobachtet werden, dass das bisher vergeblich durchgeführte Behandlungsverfahren gleich welcher Art zu wirken beginnen. Dies wird der Lösung von Blockaden zugeschrieben.

 

Arthrose, Rheuma und Osteochondrose

Von Verschleißerscheinungen der Gelenke hat jeder schon mal etwas gehört. Vielen werden sie jedoch aus eigener leidvoller Erfahrung kennen. Sie sind bei allen Wirbeltieren, also auch bei uns Menschen, bekannt und konnten bereits an Skeletten urzeitlicher Tiere oder ägyptischer Mumien festgestellt werden.

In unseren Tagen hat sich die Arthrose verschiedener Gelenke zu einem wahren Volksleiden entwickelt. Weit über die Hälfte aller über 50jährigen sind betroffen. Sie sind die häufigste Ursache von Arbeitsunfähigkeiten und verursachen immense Kosten für unser Sozialsystem (Kosten für Berentungen, Krankheitstage, Invalidität etc.).

Anfänglich ist meist eine morgendliche Steifigkeit eines Gelenkes zu bemerken. Schreitet die Erkrankung dann weiter fort kommt es bei zunehmenden Schmerzen zu einer zunehmenden Einschränkung der Bewegungsfähigkeit.

 

 

 

Die Arthrose kann prinzipiell jedes Gelenk betreffen. Aus verschiedenen Gründen nimmt die Qualität und Quantität des Gelenkknorpels ab. Dieser Knorpelverlust prägt jede Arthrose und führt zu Sekundärphänomenen, wie den entzündlichen Begleitreaktionen, den Schmerzen, den Muskelabbau und letztlich auch zu teilweisen massiven Bewegungseinschränkungen. Im Röntgenbild imponiert die fortgeschrittene Arthrose mit charakteristischen Knochenveränderungen.

Eine ursächliche Behandlung ist schwierig und langwierig. Die üblichen therapeutischen Maßnahmen bekämpfen vor allem das Hauptsymptome dieser Erkrankung, nämlich die Schmerzen, mit Medikamenten. Nicht wenige Magengeschwüre sind auf den massive Einnahme von Schmerzmitteln und Entzündungshemmern, die fast alle schlecht für die Magenschleimhaut sind zurückzuführen. Wie Sie wahrscheinlich selbst wissen endet die standartmedizinische Behandlung meist mit der Implantation eines künstlichen Gelenkes.
Neben diesen Maßnahmen wird daher im folgenden über alternative und neue Behandlungsmöglichkeiten zu sprechen sein.

Zunächst eine kurze Einführung in die Problematik.
Prinzipiell beruht jede Arthrose auf einem Missverhältnis von Belastung und Belastbarkeit eines Gelenkes. Es kommt zu einer Zerstörung des Gelenkknorpels. Entweder ist bei normaler Belastung der Knorpel selbst zu schwach oder die Belastung zu hoch. Im ersten Fall liegt eine strukturelle, im zweiten Fall eine mechanischen Arthose vor. Oft liegen Mischformen vor.

Der mechanischen Arthrose können verschiedene Mechanismen zugrunde liegen:

  • Dauerhafte Überlastung durch Übergewicht

  • Kurzfristige Überlastung z.B. durch Verletzungen oder Unfälle

  • Chronische örtliche Überlastung durch Fehlstellungen der Knochen (z.B. X-, O-Beine, Unfälle)

  • Überlastung durch Scherkräfte (z.B. Bandinstabilitäten)

  • Erkrankungen der Menisken (z.B. Risse)

Fehlernährung, mangelnde Bewegung oder chronische Entzündungen verschlechtern die Stoffwechselvorgänge im Knorpel und damit dessen Qualität. Hinzu kommen altersbedingt eine allgemeine Aktivitäts- verringerung des Stoffwechsels im gesamten Organismus z. B. durch die stetig sinkenden Hormonspiegel. Diese Vorgänge führen über die Verschlechterung der Knorpelqualität und damit der Belastbarkeit zur strukturellen Arthrose.

Der Mangel an Gelenkflüssigkeit, eine Autoimmunarthritis, eine chron. Entzündung z.B. nach Gelenktrauma, der Hormonmangel im hohen Alter oder die genetische Disposition sind andere Ursachen für einen beschleunigten Verschleiß der Gelenke.

 

Der Gelenkknorpel

Die Hauptaufgaben:

  • Absorption von Stoß und Druck

  • Reibungsarmes Gleiten der gelenkbildenden Knochen

  • Ermöglichung größtmöglicher Beweglichkeit

Knorpel besteht aus kollagenen und elastischen Fasern sowie einer wasserreicher Matrix. Gebildet wird der Knorpel von Chondrozyten genannten Knorpelzellen. Nach dem Wachstumsende Ende der Pubertät werden keine neuen Knorpelzellen mehr gebildet.

Gelenkanteile: Knochen, Knorpel, visköser/zähflüssige Gelenkflüssigkeit aus der Synovia, Gelenkspalt, Gelenkkapsel, Bänder, Sehnen, Muskeln

Es ist wichtig zu wissen, dass der Gelenkknorpel keine Blutgefäße oder Nerven hat! Seine Versorgung mit den lebenswichtigen Nährstoffen erfolgt durch die Diffusion der Gelenkflüssigkeit.

 

Knorpelalterung

Mit den Jahren lässt die Fähigkeit unseres Körpers die normale Knorpelstruktur aufzubauen und zu erhalten nach. Die Aktivität der Reparaturenzyme und die Fähigkeit Wasser zu speichern verringern sich. Veränderungen der Strukturproteine der Grundsubstanz führen zur Verschlechterung der Diffusion und damit der Ernährung.

Prozesse: Zunahme der Wasserstoff- und Esterbindungen zwischen Kollagenmolekülen, dichtere Packung und Zunahme von Kreatin- und Chondroitin-6-sulfat, Kalksalzeinlagerung, Asbestfasern (demaskierte kollagene Fasern), subchondrale und osteophysäre Knochenbildung durch Verlust der calciumbindenden Eigenschaft der Chondroitinsulfate werden sichtbar.
Der Knorpel wird härter, spröder und brüchiger; er spaltet sich, zerfällt asbestartig-faserig, wird abgerieben und dünner

Das arthrotische Gelenk

Knorpelverlust aus oben beschriebenen Gründen

Sekundärphänomene:

  • entzündliche Begleitreaktionen mit Schmerzen

  • Bewegungseinschränkungen

  • charakteristische Knochenveränderungen im Röntgenbild (Sklerosierung/Verdickung des gelenknahen Knochens, Osteophyten/Knochenwucherungen, Zysten als Folge von Mikrofrakturen )

  • Es kommt zu einer Wassereinlagerung im Knorpel mit Erweichung, zu Knorpeleinrissen, freie Gelenkkörpern, Entzündungen, Schmerzen, Knochenwucherungen und als radiologisches Zeichen zu einer Verschmälerung des Gelenkspaltes.

Die häufigsten Arthrosen betreffen die gewichtsbelasteten Gelenke. Also die Kniegelenke, die Hüftgelenke und insbesondere die Wirbelsäulengelenke. Aber auch die Finger-, Zehen – und Sprunggelenke sind Lokalisationen der Erkrankung.

 

Arthrose Beschwerden

Die Arthrose in ihrer latenten Form verursacht zunächst keine oder nur in bestimmten Situationen Beschwerden wie den charakteristischen Anlaufschmerzen und Gelenkknirschen. Es kommt einem vor, als sei das Gelenk eingerostet und müsste sich erst warmlaufen. Und tatsächlich werden die Beschwerden nachdem das Gelenk einige Male durchbewegt wurde auch weg. Oft treten die Symptome in diesem Stadium nur gelegentlich auf und sind auch noch erträglich. Bei der Hüftarthrose kommt es gelegentlich zu einer Schmerzausstrahlung ins Gesäss oder das Knie.

Die Patienten kommen dann aber irgendwann mit akuten Schmerzen in die Praxis oder Klinik, wenn das Stadium der aktivierten Arthrose erreicht ist (z.B. durch übermäßige Belastung). Sobald die Gelenkschleimhaut aufgrund der dauernden Reizung Entzündungsmediatoren abgibt, kommt es zu dieser aktivierten Arthrose mit Bewegungs- und Ruheschmerz, Ergussbildung (Schwellung), Überwärmung und Verlust der Gelenkfunktion. Die Veränderungen sind dann so weit fortgeschritten, dass sie nicht mehr zu kompensieren sind und zu einer Entzündung geführt haben. Hier versucht das Immunsystem z.B. mittels Fresszellen die abgeriebenen Knorpelteilchen zu entfernen. Diese Entzündungen selbst greifen jedoch auch den noch vorhandenen Knorpel an! Wie die neuere Forschung gezeigt hat sind hierbei sogenannte Zytokine wie der Tumornekrosefaktor (TNF- – Entzündung) und das Interleukin 1B (IL-1B – Knorpelzerstörung) von Bedeutung.
Aufgrund der Ähnlichkeit des Beschwerdebildes mit einer akuten Gelenkentzündung aus anderen Gründen wird in der angelsächsischen Medizin auch von Osteoarthritis gesprochen.

Mit den Abwehrreaktionen klingen auch die Beschwerden ab und die Arthrose tritt wieder in eine ruhende Phase über- bis zum nächsten Mal. Dieser schubartige Verlauf mit akut entzündlichen Phasen mit starken Symptomen und ruhigeren Phasen mit relativ geringen Beschwerden ist typisch für Arthrosen.

Diagnostik der Gelenkerkrankung

Zunächst lässt sich der Arzt die Beschwerden und ihre Bedeutung im täglichen Leben des Patienten berichten. Wichtig ist das zeitliche Auftreten, die Dauer und die Auslöser der Schmerzen. Aus dem Bereich der Naturheilkunde sind zusätzlich Informationen über die Schwermetallbelastung, die Säurebelastung (Eiweißüberversorgung), innerer Beweglichkeit und sozialen Folgen (z.B. Isolierung) durch die Arthrose von Bedeutung.

Es folgen Fragen nach früheren Gelenkerkrankungen, der Ernährungsweise, der beruflichen Belastung, bestehenden Stoffwechselerkrankungen, den sportlichen Aktivitäten und der Familienkrankengeschichte.

Das Gangbild, die Funktionsprüfungen und –messungen sind weitere Bausteine im diagnostischen Bild. Hier wird auf Schmerzen, Gelenkbeweglichkeit, -verformungen, -schwellung, -überwärmung, -geräusche geachtet. (? Störfelder)

Neben den Beschwerden und den Ergebnissen der körperlichen Untersuchung gibt das Röntgenbild des betrofafenen Gelenkes Hinweise auf eine fortgeschrittene Arthrose. Durch die Abnahme des Knorpels kommt es zu einer Annäherung der Knochen und einer Verschmälerung des Gelenkspaltes. Im Randbereich der Gelenkfläche bilden sich wegen der veränderten Statik reaktive Knochenfortsätze(Osteophyten). Knochenrandveränderungen (subchondrale Sklerosierung) helfen ebenfalls bei der Beurteilung. Wichtig ist beim Röntgenbild immer der Vergleich mit der Gegenseite, um die Veränderungen richtig einschätzen zu können.

 Laboruntersuchungen des Blutes geben ein Bild von einer eventuell vorhandenen Entzündung. (Differentialblutbild, Elektrolyte, C-reaktives-Protein, BSG, Rheumafaktoren, Harnsäure, Kreatinin, Leberwerte u.a)

Hilfreich bei der Differentialdiagnostik der Gelenkerkrankungen ist auch die chemische die Analyse der Gelenkflüssigkeit. Daher sollte z.B. ein geschwollenes und gerötetes Knie immer punktiert werden

Bei einer Arthrose ist eine höhere Viskosität der Synovialflüssigkeit zu finden und eine geringe Anzahl von Zellen, darunter wenige Granulozyten. Dagegen ist die Viskosität der Gelenkflüssigkeit bei der rheumatoiden Arthritis (RA) und den anderen Gelenkerkrankungen gering und die Zahl der Zellen kann bis zu 100.000 betragen, wobei es sich meist um Granulozyten handelt. (trübe, dünnflüssige spricht für eine rheumatoide Arthritis)

Die Untersuchung des Knorpels mittels Endoskopie (Kniespiegelung) ist dagegen schon mit mehr Vorsicht zu genießen, da sie eine massive Eingriff darstellt. Es können hierbei auch in einer Sitzung Knorpelkorrekturen ausgeführt und das Gelenk mittels Spülung von aggressiven Substanzen gereinigt werden.

DD: rheumatoide Arthrits, andere Gelenkentzündungen (bei Psoriasis, Gonorrhoe, M. Crohn, bakt. Infekt, nach Trauma), Gicht, Osteoporose

 

therapeutische Ziele der Athrose Behandlung

Trotz gegenteiliger Beweise halten sich die Auffassungen, dass Arthrosen zum normalen Alterungsprozess gehören, dass sie ein reines Verschleißgeschehen seien und dass sie nicht aufzuhalten oder gar zu heilen ist.

Wir wissen heutzutage, dass es verschiedene Maßnahmen gibt, die in der Lage sind wieder eine bessere Beweglichkeit bei weniger Schmerzen ohne Nebenwirkungen durch Senkung der Analgetikaeinnahme zu erreichen.

Gemeinsames Ziel von Patienten und Therapeuten ist es, die oft als unvermeidlich dargestellte Operation zu vermeiden.

Zunächst eine Auflistung der verschiedenen Therapieansätze.

Beginnend mit den heute landläufig angewandten bis hin zu den modernen biologischen Ansätzen.

Entlastung = Gewichtsnormalisierung, Gehstock, Spezielles Schuhwerk, Umstellungsosteotomie

Physikalische Therapie = Kälte (akut); Wärme (z.B. Heusack, Moor, Fango), Ultraschall, Elektrotherapie/TENS (chronisch)

Zur physikalischen Unterstützung der Gelenksfunktion sind die Anwendung von Wärme sowie die verschiedenen Formen der Elektrotherapie sinnvoll (feuchte Wärme geht tiefer als trockene Wärme: z.B. Bäder vs. Rotlicht). Durch die verschiedenen Reize wird der gestörte Stoffwechsel des Gelenks und der umgebenden Weichteile wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Dies erfolgt durch die Steigerung der Durchblutung, die Dämpfung von Entzündungs-vorgängen, Entspannung der Muskulatur und die Beeinflussung der Nerven, die Schmerzen übermitteln. Die Röntgen-Reizbestrahlung ist heutzutage selten indiziert.

Bei akut entzündlich aktivierten Arthrosen ist von Wärmebehandlungen abraten, hier empfiehlt sich die Verwendung von Eispackungen. Sie hemmen die Entzündung, beschleunigen die Abschwellung und lindern die Schmerzen. So helfen sie, den akuten Entzündungszustand zu überwinden. Erst im Anschluss sollte wieder an eine Wärmebehandlung gedacht werden.

 Physiotherapie = Manuelle Therapie, Bewegungsbad, Gelenkschonender Sport (Radfahren, Schwimmen, Wandern), Massagen, Krafttraining

Die Bewegungstherapie zielt auf eine bessere Durchblutung des Gelenks und auf eine bessere Versorgung des Knorpels. Dieser nimmt durch wechselnde Belastung und Entlastung die Nährstoffe wie ein Schwamm auf.

Die Sportart sollte unter dem Gesichtspunkt viel Bewegung und wenig Belastung für das Gelenk ausgesucht werden. Schwimmen ist somit hervorragend geeignet. Aber auch Wandern, Skilanglauf und Radfahren sind Sportarten, die unter Abwägung des Arthrosestadiums ebenfalls geeignet sind. Darüber hinaus wird die Muskulatur gestärkt, die wiederum das Gelenk stabilisiert. Je nach Art der Arthrose wird der Arzt bzw. Krankengymnast entsprechende spezielle Übungen auswählen, die dann regelmäßig zuhause durchzuführen sind.

Gut: Rückenschwimmen, Radfahren, Skilanglauf, Walking, Wandern

Schlecht: Tennis, Squash, Skilaufen, Handball, Fußball, Basketball, Weitsprung, Hochsprung, Kugelstoßen, etc.

Gerade im Anfangsstadium der Therapie sind automatische sanfte Gelenkmobilisationen wie mit den Vital-Age Bewegungstischen besonders gut geeignet, um bei entspannter Muskulatur zu einer Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit zu kommen.

Vorteil hier ist auch die Mitbehandlung angrenzender Gelenke und der Muskulatur.

Ebenso wird durch fachmännische Massagen die Durchblutung verbessert, zudem entspannt sich die Muskulatur, und der Druck auf das schmerzende Gelenk lässt nach.

Bitte vermeiden Sie die Ruhigstellung!

 

Weitere Integrativen Behandlungsstrategien

Ziel einer regulatorischen/naturheilkundlichen Therapie ist die Steigerung der Durchblutung, des Stoffwechsels und des Lymphabflusses im Gelenkbereich. Eine Kombination verschiedener Ansätze ist empfehlenswert.

Phytotherapie

Brennnesselblätterpresssaft – 40% Schmerzreduktion, verbesserte Gelenkfunktion z.B. Hox alpha® über 3 Monate (13-Hydroxy-octadecatriensäure – Hemmung der Interleukin-1b und TNF-a Ausschüttung aus aktivierten T-Lymphozyten), auch in Kombination mit NSAR (zur Dosisreduktion)

Ingwer (Ginger) – antiphogistisch, antioxidativ, Hemmung der COX + LOX und der Produktion von Leukotrienen, Prostaglandinen und Thromboxan (wie NSAR)

Teufelskralle, Weidenrinde-Schmerzen

Löwenzahnpresssaft – stoffwechselanregend

Mistelinjektionen (s.c.) – Immunaktivierend (kutane Entzündungsherde mit folgenden reaktiven antiphlogistischen und immunologischen Prozesse), im Rahmen einer Neural-Segmenttherapie, langsame Dosissteigerung

Zur Anregung der körpereigenen Regulationsmöglichkeitendient auch die Eigenblutinjektionstherapie (auch in Kombination mit Ozon oder Homöopathie)

Heisteria pallida, Esche, Pappel, Goldrute

Lokal:
Arnika, Eukalyptus, Beinwell (entzündungshemmende Umschläge), Rosmarin (durchblutungsfördernd, Rosarthron®-Salbe)

Erwärmend (Steigerung der Tiefendurchblutung, Erregung der Schmerz- und Wärmerezeptoren: Rubefazienzien): Capsicain (ABC-Pflaster, Lösung), ätherische Öle aus Nadelhölzern (Kiefernadel- Pfefferminzöl, z.B. Dolo-cyl®),

Akupunktur + Neuraltherapie

Nach der TCM ist die Arthrose eine „Nieren“-Erkrankung mit Qi-Stau oder Yin-Leere.

Akupunktur heilt was gestört ist, nicht was zerstört ist. Im Zentrum der Therapie steht die Schmerzbehandlung (chronisch: lokal, akut: Fernpunkte z.B. Ohr), die Stoffwechselanregung und die Störfeldtherapie mittels Neuraltherapie

Am Gelenk zur Schmerzausschaltung und Durchblutungsförderung:

Quaddelung schmerzhafter Punkte (ggf. sogenannte Injektionsakupunktur mit einem Lokalanästhetikum oder einem homöopathischen Zusatz.

 

Orthomolekulare Medizin bei  Gelenkerkrankungen

Vitamine: B-Komplex, C, E, D

Mineralstoffe: Calcium, Magnesium

Basenpulver

Spurenelemente: Zink, Selen, Bor, Mangan, Kupfer

Schwefelhaltige Aminosäuren

Glucosamin- und Chondroitinsulfate

Essentielle Fettsäuren

Glucosamin kommt in hoher Konzentration in gesunden Gelenken vor.

Es stimuliert die Proteoglycansynthese. Bestandteil der Glucosaminglycane (Wasserbindung). Es wirkt analgetisch und antiphlogistisch. Repariert verschlissenen Knorpel. Wirkungseintritt nach 2 Wochen!

Chondroitinsulfat – der „Wassermagnet“ damit auch Nährstoffeinstrom, bessere Knorpelfunktion, sitzt an Hyaluronsäureketten, Synthesestimulation von Knorpelbestandteilen

Weitere sinnvolle Vitalstoffe sind die Vitamin A, C, E sowie -3-Fettsäuren (Fischöl) und die Mineralien Mangan und Bor.

 

Nahrungsergänzung bei Arthrose

-Carotin (Vitamin A) 25.000IE
Vitamin E 400-800mg
Vitamin C 3-4x 500mg
Vitamin D3 800IE
Multimineral (Calcium 2g, Magnesium 1g, Zink 50mg, Selen 100-200µg, Mangan 5-20-50mg/d , Kupfer 2-6mg, Omega-3 Fettsäuren bei Entzündung 1,5-2,5g EPA)
Niacin B3 1-4g
Bor 3x 3mg
Pantothensäure B5
L-Cystein 0,5-1g
L-Methionin 0,5-1,5g
Glucosamin Sulfat 3x 0,5g
Chondroitin Sulfat 0,5-1g
MSM (Methysulfonylmethane) 3x 0,5-1g
SAM (S-Adenosylmethionin) 2x 400mg
Teufelskralle 2x 480mg
Brennnessel (Hox alpha®) bei Entzündung

Alternativ für NSAR (Ibuprofen) – frischen Ingwer essen. Bei Rheuma Pregnenolon und DHEA sowie 3g Glutamin Einnahme. Lokal Boswenia serrata sili (+ Pregnenolon).

 

Stoffwechseltherapie bei Arthrosen

Entschlackung/Ausleitung durch Schröpfen, Nieren und Darmaktivierung, Sauna und Basenbäder (Ausscheidung über die Haut)
Ziel: Drainage und Ausleitung, Verbesserung des Bindegewebsstoffwechsels (Lymphabfluss) und der Durchblutung
Methoden: Pneumatische Pulsationstherapie (PPT), Matrixregulationstherapie (Vega-MRT), Cantharinenpflaster (bei Ergussbildung, cave: Pigmentstörungen, Wunde), Ozon Einspritzung periartikulär, Akupunktur, Elektroakupunktur, Lasertherapie.

Korrektur einer Eiweißüberernährung mit Azidosen und damit folgender mangelhafter Sauerstoff und Nährstoffversorgung (lokal). Also hin zu einer laktovegetabilen, basischen Kost. Ggf. ist auch die Entsäuerung mit Basenpulver notwendig. Positiver Nebeneffekt hierbei ist die gute Mineralversorgung. Eine Ernährungsumstellung ist natürlich auch bei Übergewicht nötig.

Obwohl eigentlich ein eigenständiger Bereich hier noch einige Worte zur Homöopathie:

Akutmittel: Harpagophytum D3, Rhus toxidendron D6, Guajacum D6, Ichtyolum D3

Konstitutionsmittel: Calcicum carbonicum, Cimicifuga, Aurum, Causticum

Komplexmittel: Similiaplexe (Aconitum, Acitum Oxalicum u.a.), Oligoplexe,

Mit Ausnahme der Komplexmittel ist für eine gute homöopathische Therapie der Besuch bei einen gut ausgebildeten, klassischen Homöopathen notwendig.

 

Magnettherapien

Um die Stoffwechselvorgänge zu unterstützen müssen Vitalstoffe wie Vitamine und Spurenelemente reichlich vorhanden sein. Auch eine vermehrte Bewegung und gegebenenfalls die Gabe von Hormone sind dafür erforderlich.

Seit der Antike wird über den Einsatz von Magneten zur Beschleunigung von Heilungsprozessen berichtet. Bis in das 20. Jahrhundert wurden die Wirkungsmechanismen mehr im esoterischen Bereich gesucht. Erst seit vielleicht 30 Jahren beschäftigen sich Wissenschaftler mit der Wirkung, die elektromagnetische Wellen auf lebendes Gewebe haben. Es zeigte sich insbesondere eine Aktivierung der Stoffwechselvorgänge in den Geweben. Dies wird seit längerem z.B. mit elektromagnetischen Wechselfeldern bei schlecht heilenden Knochenbrüchen therapeutisch genutzt. So sind Magnetmatten auf dem Markt, die eher einer allgemeinen Wirkung haben. Ausgeschöpft wird auch die Möglichkeit mittels pulsierenden Magnetfeldern in begrenzten Gebieten zu behandeln.

 

Medikamentöse Arthrose Schmerztherapie

Bei akuten Reizzuständen bzw. Entzündungen des erkrankten Gelenkes fällt natürlich jede Bewegung schwer und hier sind dann kurzfristig entzündungshemmende und schmerzlindernde Präparate angezeigt. Sie helfen nicht ursächlich, können aber den Teufelskreis aus Schmerz – muskulärer Verspannung – Fehlbelastung – mangelnder Bewegung und Entzündung, die wiederum für die Schmerzen verantwortlich ist, unterbrechen.

Bei dieser symptomatischen Therapie unterscheidet man zwischen „nicht-steroidalen-Antirheumatika“ oder NSAR, Kortison-Präparaten und anderen Schmerzmitteln. Am meisten eingesetzt werden die ersten beiden Substanzklassen, die schnell schmerzlindernd, entzündungshemmend und gelenkabschwellend wirken, aber auch besitzen ein hohes Nebenwirkungspotential besitzen.

Zur Linderung akuter und chronischer Schmerzen stehen verschiedene Methoden und Substanzen zur Verfügung:

Tabletteneinnahme (schmerzlindernd, entzündungshemmend – NSAR (Diclofenac, Ibuprofen/Dexibuprofen, Indometacin, Piroxicam, Vioxx®, Celebrex®, ML3000), Beofenac®, Paracetamol, Metamizol, Tramadol, verschiedene Kortisonpräparate – cave: Nebenwirkungen wie Magenschleimhautreizung bis zur Blutung, Vorsicht bei Herz- oder Niereninsuffizienz, daher keine Dauertherapie mit NSAR oder Kortison!)

Die NSAR unterdrücken die Schutzmechanismen der Magenschleimhaut. Leichte Magenbeschwerden bis hin zu lebensgefährlichen Magenblutungen können die Folge sein. Trotz der genannten Nebenwirkungen stellen NSAR bei einer stark aktivierten Arthrose eine therapeutische Notwendigkeit dar, da sie schnell Entzündung und Schmerz beseitigen und somit den Leidensdruck erheblich verringern können. Ebenso wie die NSAR haben auch die Kortison-Präparate ein hohes Nebenwirkungspotential. Auch sie sind nur für eine kurzfristige Therapie zur Unterdrückung akuter Schmerzen und Entzündungen geeignet. Diese trifft vor allem für die gelegentlich praktizierte Technik der Injektion von Kortison in ein betroffenes Gelenk zu. Kortison ist schmerzlindernd, entzündungshemmend, aber auch knorpeldestruktiv (Kortikoide verschlechtern Matrix-Syntheseleistung der Chondrozyten). Dazu kommt wie bei allen Gelenkinjektionen die Infektionsgefahr.

Andere häufiger praktizierte medikamentöse Behandlungen beinhalten die Infiltration eines Gelenkes und seiner Umgebung mit lokalen Betäubungsmittel (Lokalanästhetika an gereizte Strukturen wie Bänder, Kapsel, Sehnenansätze) oder die Aufbringung von Salben (meist NSAR)

Ungleichgewicht zwischen mechanischer Beanspruchung und Belastbarkeit führt zu Knorpelabrieb -> Einwanderung von Makrophagen (Fresszellen) -> Ausschüttung proinflamatorischer Zytokine (TNF- ; IL-1) -> Entzündung, Schwellung, Rötung, Schmerzen -> HoxAlpha®; NSAR -> Hemmung der Zytokinausschüttung bzw. der Prostaglandinsynthese

 

Chondroprotektiva

Die Therapie mit Basistherapeutika wirkt der Degeneration des Gelenkknorpels als der primären Ursache der Schmerz- und Entzündungssymptome entgegen (pathogenetisches Therapieprinzip). Durch die daraus resultierende Verbesserung der Gelenkfunktion kommt es auch bei den Basistherapeutika zum Abklingen von Schmerz und Entzündung, welches auch nach Absetzen der Therapie noch längere Zeit anhält. Eine vollständige Reparatur des Knorpels ist derzeit leider nicht möglich.

Als Basistherapeutika im Sinne einer Unterstützung des Knorpelstoffwechsels (Chondroprotektiva) sind insbesondere die Substanzen Hyaluronsäure, D-Glucosaminsulfat, Chondroitinsulfat, Ademetionin und Oxaceprol (AHP 200®) zu nennen.

Biopolymere Hyaluronsäure wirken als viskoelastischer Schutz mit Schmerzreduktion (=> vermehrter Bewegung – Normalisierung des Gelenkstoffwechsels – Produktion normaler Gelenkflüssigkeit)

Ademetionin ist antiinflammatorisch, analgetisch und stimuliert Proteoglykansynthese. Es hat neben dem basistherapeutischen Effekt auch eine ausgeprägte antientzündliche und analgetische Wirkung. Ademetionin ist gut verträglich und somit gerade für Risikopatienten geeignet ist, bei denen andere NSAR und Cortisonpräparate nur eingeschränkt bzw. gar nicht anwendbar sind.
Auch Oxaceprol stimuliert die Proteoglykansynthese und ist antiinflammatorisch und analgetisch wirksam.

 

RenehaVisTM  Die TURBOSPRITZE bei Arthrose

Mit der RenehaVisTM Doppelkammerspritze könnte eine Gelenkoperation vermieden werden.
Die Doppelkammerspritze RenehaVisTM ist eine revolutionäre neue Methode zur Therapie der Arthrose. Dabei werden zwei verschiedene Hyaluronsäuren in einer Doppelkammerspritze in das betroffene Gelenk injiziert.
Die beiden in RenehaVisTM enthaltenen Hyaluronsäuren haben ein unterschiedliches Molekulargewicht. Die unterschiedliche Molekülgröße verursacht einen unterschiedlichen Wirkmechanismus und ist von wesentlicher Bedeutung für den signifikant besseren Therapieerfolg dieser Doppelkammerspritze.
Hochmolekulare Hyaluronsäure mit entsprechend größeren Molekülen wird langsamer abgebaut, verbleibt somit länger im Gelenk und bildet eine Art Gelpuffer. Diese Hyaluronsäure befindet sich in der zweiten Kammer der Spritze.
Niedermolekulare Hyaluronsäure hat ausgeprägte antientzündliche und schmerzreduzierende Eigenschaften. Ferner wird die Proliferation von neuen Knorpelzellen (Chondrozyten) durch die niedermolekulare Hyaluronsäure angeregt. Diese Hyaluronsäure befindet sich in der ersten Kammer der Spritze.

Zusammensetzung:

RenehaVisTM besteht aus 2 sterilen klaren Lösungen mit Hyaluronsäure in einer Doppelkammerspritze.
Die erste Kammer von RenehaVisTM enthält Hyaluronsäure mit einen niedrigen Molekulargewicht von 1 Million Dalton.
Die zweite Kammer von RenehaVisTM enthält Hyaluronsäure mit einen hohen Molekulargewicht von 2 Million Dalton.

Durch diese innovative Kombination von zwei Hyaluronsäuren in einer Doppelkammerspritze konnte ein synergistischer Effekt erzielt werden, der einzeln applizierten Hyaluronsäuren in Studien signifikant überlegen war.

Dosierungsschema RenehaVisTM:

Tag 1: 1 Injektion pro Gelenk

Tag 8: 1 Injektion pro Gelenk

bei ausgeprägter Arthrose Gr. III oder Grad IV zusätzlich:
Tag 15: 1 Injektion pro Gelenk

Neue Studie:

In der randomisierten, prospektiven, doppelblinden Studie wurde die RenehaVisTM Doppelkammerspritze gegen herkömmliche hoch- und niedermolekulare Hyaluronsäurespritzen getestet.
Dabei zeigte sich bei den Patienten, welche die RenehaVisTM Doppelkammerspritze appliziert wurde bereits nach der zweiten Injektion (also nach 1 Woche) eine signifikante Besserung!
Ferner zeigte sich die RenehaVisTM-Therapie allen anderen getesteten hoch- oder niedermolekularen Hyaluronsäuren deutlich überlegen!

Weitere Informationen, Download Patientenflyer, Infos und Download der Studie unter: www.renehavis.de

Kommentar von Olga Beckmann

Die Neuraltherapie ist ein ganzheitliches Verfahren, das bei etwa 80 Prozent aller chronischen Erkrankungen und chronischen Schmerzsymptomatiken effektiv und sicher zur Behandlung eingesetzt werden kann. Ich schätze sie besonders, weil sie in vielen Fällen eine langwierige Einnahme von Medikamenten vermeiden helfen kann, wie neuere evidenzbasierte Studien belegen. Zudem lässt sie sich auch hervorragend mit zahlreichen schulmedizinischen Ansätzen kombinieren.

Quellen

  • Adams, M., Bogduk, N., Burton, K., Dolan, P.: The biomechanics of back pain. 2. Auflage. Elsevier Churchill Livingstone, Edinburgh 2006.
  • Adler, E.: Störfeld und Herd im Trigeminusbereich. 5. Auflage. Fischer, Heidelberg 1990.
  • Baron, R., Schattschneider, J., Binder, A., Siebrecht, D., Wasner, G.:  Relations between sympathetic vascoconstrictor activity and pain and hyperalgesia in complex regional pain syndromes: a case-control study. Lancet 2001, 359: S 1655-1660.
  • Benson, B. E., Carson, R. E., Kiesewetter, D. O., Herscovitch P., Eckelmann, W. C., Post, R. M., Ketter, T. A.: A potential cholineric mechanism of procaine’s limbic activation. Neuropsychopharmacology 2004, 29 (7): S. 1239-1250.
  • Fischer, L.: Neuraltherapie nach Huneke. Neurophysiologie, Injektionstechniken und Therapievorschläge. 3. Auflage. Hippokrates, Stuttgart 2007.
  • Garten, H., Weiss, G.: Systemische Störungen. Problemfälle lösen mit Applied Kinesiology. Urban & Fischer Verlag, München 2007.
  • Papathanasiou,G.: Neuraltherapie. Von der Gate Control Theorie zur Neuromatrix. Ganzheitsmedizin 2006, 3: S. 5-10.
  • Schebusch, K. P., Maric-Oehler, W., Popp, F. A.: Biophotonics in the infrared spectral range reveal acupuncture meridians strcture of the body. Journal of Alternative Complementary Medicine 2005, 11: S. 171-172.
  • Weinschenk, Stefan (Hrsg.): Handbuch der Neuraltherapie. Diagnostik und Therapie mit Lokalanästhetika. Urban & Fischer Verlag, München 2010. S. 2-4, 9-13.