Burn Out Erschöpfung, Alterung und Anti Aging

“Nichts ist stärker als eine Idee, deren Zeit gekommen ist.” (V. Hugo)

Was steckt hinter Burn Out Erschöpfung und Zellalterung? Warum ist die Zell Anti Aging die innovativste Medizin der Zukunft?

Wie werden Sie es finden, wenn Sie Ihren chronischen Stress und Ihre Burn Out Erschöpfung im Griff bekommen, die Leistung und Effizienz steigern und Lebensfreude wieder gewinnen können?

Diese Bedürfnisse sind die Grundlagen unsere humanistische Existenz. Was wären wir ohne? Wie wäre es mit Überfluß davon das Leben und Erfolge zu genießen?

Nun, das klingt eventuell kontrovers, aber die Anzahl der Coaches und Ärzten, die eine Burn Out Erschöpfung im GANZEN therapieren, ist gering.

Die Wahrheit ist, dass die meisten Coaches und Ärzte versuchen das Schiff mit dem geschädigten Motor zu bewegen und das Schiff dabei sogar nach rechts und links anhebt, steuert es sich meistens nicht zu dem gewünschte Ziel, weil die Zerstörung selbst völlig aus der Ruder gerät.

Das sind genau die Strategien, die ich verwende, um meinen Patienten zu helfen die Leistungen und Effizient zu steigern und Erschöpfung im Griff zu bekommen.

Sie sehen, dass ich Menschen mit Burn Out Erschöpfung zwei Dingen widme:

1.) Ihre Beschwerden schnellstmöglich los zu werden

2.) Ihre Vitalität, Leistung und Konzentration zu steigern.

Wenn Sie an Symptomen der Burn Out Erschöpfung wie chronische Schmerzen, Depressionen, Schlafstörungen, Libidodysfunktionen und Konzentrationsmangel leiden, eine führende Position mit große Verantwortung im Job genießen, nach einer vorhersehbaren Therapieerfolgen suchen, dann sind Sie hier definitiv am richtigen Ort und Sie werden sich in das was ich Ihnen darstelle sofort verlieben.

Die besten Patienten mit denen ich gerne arbeite, sind in folgende Kategorien unterteilt:

1.) Menschen in führenden Positionen mit großen Verantwortungsbewusstsein

2.) Menschen, die den chronischen Stress und Burn Out Erschöpfung ausgesetzt sind

3.) Menschen, die Ihre Leistung im stressigen Beruf verbessern wollen.

Wir leben in einer gestressten Zeit. Die Anforderungen steigen, Multitasking ist an der Tagesordnung und selbst unsere Freizeit ist mit Stress angefüllt. Jeder, der keinen Stress hat, gilt schon fast als “out”.

Doch Stress ist mehr als eine Modeerscheinung, er ist ein ernst zu nehmendes medizinisches Problem. Wenn er über längere Zeit anhält, kann er zur völligen Erschöpfung eines Menschen führen und ihn in tiefe Krisen stürzen – psychisch wie physisch bis hin zur Arbeitsunfähigkeit und Suizidalität.

Laut Unfallverhütungsbericht der Bundesregierung erleben alle Beschäftigten einen permanenten Zeit- und Leistungsdruck, bezeichnen dies als arbeitsbedingten Stress und arbeiten sogar an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit.

Noch viel schlimmer sind die Auswirkungen: Nur ein Drittel aller Erwerbstätigen leidet nicht unter arbeitsbedingten somatischen, psychosomatischen und psychischen Beschwerden.

Denn durch eine Dauerausschüttung von Stresshormonen und Neurotransmittern bei chronischen Stress steuert der Körper langsam, aber sicher auf einen Erschöpfungszustand hin – ein Burn Out Erschöpfung.

Stress kann auch verstanden werden als ein Missverhältnis zwischen den Anforderungen, die an einen Betroffenen gestellt werden, und seinen individuellen Ausgleichsmöglichkeiten, wie positives Erleben, Selbstbestätigung, Entspannung und Anerkennung.

Kommt es hier zu einer Schieflage, gerät der Betroffene unter “Druck” – er empfindet Stress. Dabei können unterschiedliche Ursachen eine solche Schieflage entstehen lassen:

Existenzängste, Partnerschaft- oder Familiäre Probleme, Schwierigkeiten und Konflikte bei der Arbeit. Generell kann ein hohes Maß an Fremdbestimmung ebenso Stress erzeugen, wie physische Ursachen in Form von andauernden Schmerzen oder Traumata.

Reichen bei solchen Belastungssituationen die erlernten Stress-Schutzmechanismen des Betroffenen nicht aus, entsteht akuter Stress. Und der führt früher oder später zu Krankheitssymptomen – eine psychische und physische Erschöpfung, ein Burn Out Syndrom Erschöpfung.

Besonders gefährdet sind Personen mit Mehrfachbelastungen, häufig Menschen mit Familie und Job in Führungspositionen und im “besten Alter”, die die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit nicht erkennen, und außerdem Menschen, die sich sehr ausgeliefert fühlen oder deren tägliche Arbeit redundant ist und ihnen wenig Entscheidungsgewalt gewährt, und nicht zuletzt die wunderbare “Perfektionisten”, denen 100% nie gut genug ist.

Ich möchte jetzt, dass Sie einen Moment in sich gehen und den nächsten Punkt wirklich auf sich wirken lassen, weil es genau das Gegenteil von dem ist, was all die anderen da draußen sagen und tun.

Unsere medizinische Versorgung wiederholt die Geschichte von Fehlsteuerung des Schiffs mit dem zerstörten Motor in der Psychiatrie, Psychotherapie und Pharmaindustrie. Warum? Weil trotz intensivem Bemühen, die Verbrennung des Motors weiter dramatisch fortschreitet.

Was steckt dahinter? Welcher Prozesse laufen falsch und warum die Burn Out Erschöpfung mit ihren filigranen Beschwerden zu den häufigsten Erkrankungen gehört?

Genau diese Prozesse verwende ich als Gegenspieler in meinem Therapiekonzept:

1. Was passiert wenn wir einen Säbelzahntiger auf dem Weg begegnen? Wer beschützt uns in den Moment? Was müssen wir tun, wenn wir selbst auf die Jagd gehen?

Das vegetative Nervensystem mit der Regulation im Stress und Entspannung ist die oberste Steuerzentrale im Körper und ist verantwortlich für das Gleichgewicht zwischen Körperspannung und Körperentspannung, um das Funktionieren der Organe und Organsysteme sicherzustellen. Der Nervus Sympathikus, ist verantwortlich für die Steuerung der Organfunktionen bei körperlicher Anstrengungen. Der Nervus Parasympathikus (Vagus), ist verantwortlich für die Steuerung regenerativer Prozesse und die Selbstheilungskräfte. Er sorgt für Ruhe und Erholung und schafft die Voraussetzung für ein gesundes Gleichgewicht im gesamten Organismus.

Die Aktivität beider Nerven ist für den gesamten Organismus lebensnotwendig. Die alltäglichen Situationen bewegen sich in einem ständigen Wechsel zwischen Spannung und Entspannung.

Das vegetative Nervensystem sorgt für die Anpassungsfähigkeit des gesamten Organismus in allen Lebenssituationen. Ständig müssen wir uns auf neue Gegebenheiten im Leben einstellen und von jetzt auf den nächsten Moment benötigen wir die Spannung durch den Sympathikus.

In den meisten Fällen merken und spüren wir die ersten Störungen wenn uns etwas stört. Dann klagen wir über Magenschmerzen, Schlafstörungen, Reizdarm, Herzrasen, Migräneattacken, allgemeines Unwohlsein, starke Erschöpfung usw.. Wir kommen bei der Wahrnehmung solcher Störungen nicht auf die Idee, dass etwas in der Regulation und Steuerung der Zentrale in Unordnung ist.

Jede Störung in den Organen und Organsystemen geht eine Regulationsstörungen in der Zentrale der vegetative Nervensystem voraus.

Es dauert manchmal sehr lange, bis die Störung in den Organen und in dem Organsystemen sichtbar wird, da unsere Körper sehr lange auf Reserve laufen kann.

2. Cortisol ist wichtigstes Stresshormon und führt im Organismus zu Reaktionen, die eine Bewältigung der Stress-Situation ermöglichen sollen. In akuten Stress vermindert Cortisol die Durchblutung von Haut und Darm, denn für die Kampf- oder Fluchtbereitschaft mit dem “Säbelzahntiger” wird die Blutversorgung im Gehirn, Herz und Muskeln dringend gebraucht. Wenn aber zwei kräftigen Säbelzahntiger uns entgegen kommen, macht es Sinn, dass wir nicht kämpfen, sonder schnell zur Seite springen, und noch schneller – weglaufen, um die drohende Gefahr, gefressen zu werden, zu entgehen. Nach der erfolgreichen Beseitigung der Gefahr, atmen wir dreimal tief durch, damit uns der Parasympathikus wieder in einen normalen Zustand zurückholt.

Der betroffene Mensch könnte sich damit aus seiner Stress-Situation retten – durch Kampf oder Flucht, wie es in seiner “tierische” Vergangenheit erforderlich war.

Auch die Schmerzhemmung und die mentale Aktivierung, die das Cortisol erzeugt, waren in diesem Zusammenhang wichtig.

Heute ist das alles nicht mehr sinnvoll, denn nur selten ist es möglich, moderne Stress-Situationen durch Weglaufen oder eine körperliche Verteidigung zu lösen.

Daher belastet diese Cortisolwirkung den Körper, denn er kann das plötzlich hohe Energieangebot nicht für körperliche Betätigung nutzen, sondern muss es andere verarbeiten, zum Beispiel durch eine höhere Insulinausschüttung.

Bereits Charles Darwin sagte, dass nicht der Stärkste oder Intelligenteste überlebt, sondern derjenige, der sich bestmöglich an Veränderungen anpassen kann.

Was ist, wenn das vegetative Nervensystem bei lang anhaltenden Stress überlastet und überfordert ist? Was ist, wenn die Zusammenarbeit von Sympathikus und Parasympathikus im Laufe der Zeit nachlässt oder zusammenbricht?

Bei Dauerstress nimmt die Körperspannung kontinuierlich zu und ein Ungleichgewicht tritt ein. Die parasympathische Aktivität wird dann immer mehr eingeschränkt. Dies kann bis zu einer Regulationsstarre führen, bei der die Wiederherstellung einer normalen Regulation fast nicht mehr möglich ist. Die Organe und Organsysteme können nicht mehr den Erfordernissen entsprechend vom vegetativen Nervensystem gesteuert und reguliert werden. Das bedeutet auch, dass die Anpassungsfähigkeiten des gesamten Organismus ständig und kontinuierlich abnimmt.

Bei Dauerstress wird auch immer wieder Cortisol ausgeschüttet und die beschriebenen körperliche Reaktionen laufen ständig ab.

Der Körper kompensiert die hohen Cortisolgehalte zwar etwas, das heißt, seine Reaktion werden geringer, aber dennoch belastet ein dauerhaft hoher Blutdruck die Organe, ebenso ein erhöhter Blutzucker. Aufgrund der Minderdurchblutung des Darmes sind Verdauungsstörungen vorprogrammiert. Obendrein hemmt Cortisol die zelluläre Immunsystem: Sowohl die Natürlichen Killerzellen als auch die T-Helferzellen werden supprimiert. Das macht Menschen im Stress anfällig für Infekte und leistet einer Tumorprogression Vorschub.

Bleibt chronischer Stress über einen langen Zeitraum erhalten, erschöpft sich die Stresshormone Produktion : Der Betroffene mit dem jahrelangen Kampf mit dem Rudel von 20 ausgewachsenen Säbelzahntigers, ist müde, antriebslos, hat vielerlei körperliche Beschwerden und jede wie auch immer geartete Aufgabe stellt für ihn eine übergroße Anstrengung da.

3. Wichtige Gegenspieler des Cortisons sind Dehydroepiandrosteron (DHEA) und Melatonin, auch als Jungbrunnen Hormone bekannt. DHEA und Melatonin gehören zu Mittel der 1 Wahl auch in Anti Aging Medizin. Warum wohl?

DHEA wirkt positiv auf die Blutfettwerte, verbessert die Immunlage durch eine Stimulation der zellulären Immunantwort und wirkt antientzündlich.

Bei chronischem Stress wird die DHEA-Bildung – ebenso wie die des Cortisols – zuerst gesteigert, um später im weiteren Verlauf unter den Sollbereich abzufallen. Allerdings findet sich beim DHEA auch eine ganz normale Altersabhängigkeit der Produktion.

Melatonin ist der andere Cortisol-Gegenspieler, der bei Stress vermehrt ausgeschüttet wird. Melatonin stimuliert das Immunsystem, hat tumorhemmende Effekte und wirkt dem Cortisol auch durch eine Blutdrucksenkung entgegen.

Daneben ist es sehr wichtig für einen normalen Schlaf-Wach-Rhythmus. Melatonin entsteht ausschließlich durch die Umsetzung von Serotonin, einem wichtigen Neurotransmitter, der in Diagnostik und Therapie von chronischem Stress, Burn Out Erschöpfung und einigen anderen Erkrankungen des Zell-Alterungsprozesses, eine zentrale Rolle spielt. Liegt Serotonin im Mangel vor, dann fehlt dem Körper zwangsläufig auch Melatonin.

4. Weitere stressrelevante Botenstoffe: Katecholamine, GABA und Glutamat und Serotonin.

Die Katecholamine Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin werden bei der ultraschnellen Flucht Stressanwort binnen Sekunden freigesetzt.

Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin, lassen in Gefahr den Blutdruck steigern, fördert Leistungsbereitschaft, Konzentration, Antrieb, Motivation und Motorik.

GABA, Y-Aminobuttersäure, ist der wichtigste hemmende Neurotransmitter im Zentralnervensystem. Er wirkt den erregenden Katecholaminen entgegen und dämpft ebenso die endokrine Stressantwort. GABA stabilisiert den Blutdruck, reguliert den Appetit, wirkt angstlösend und schlaffördernd. Glutaminsäure wirkt fördernd auf Motorik, Lernen und Merkfähigkeit.

Nun kommt der Sonnenkönig der Erschöpfung – der Serotonin – Neurotransmitter mit zentraler bedeutung bei chronischem Stress.

Im Nervensystem wirkt Serotonin entspannend, stimmungsaufhellend, schlafregulierend, angstlösend, antidepressiv und hat positiven Einfluss auf die Lern- und Merkfähigkeit sowie auf andere kognitive Hirnleistungen.

Bei Burn Out Erschöpfung kann die Serotoninsynthese und der Serotoninabbau gestört sein.

5. Nun nehmen wir die Erschöpfung unter der Lupe: Ob Depression, chronische Erschöpfung oder Burn Out – hinter all diesen Symptomen stecken auch die Energiedefizite in der Zelle, Mitochondrien Dysfunktionen und sehr häufig intrazellulärer Stress.

Mitochondrien sind die Organellen, die für die Energieversorgung der Zellen verantwortlich sind.

Die Mitochondrien DNA hat keinen schützenden Protein und keine “sinnlosen” DNA Abschnitte zwischen den Genteilen. Ihre Reparaturkapazität ist im Gegensatz zur Zellkern-DNA sehr gering.

Mutationen treten deshalb im Mitochondrien Genom 20-fach häufiger auf als in der Zellkern-DNA. Es sind nicht nur die geerbten Mitochondrien Genomschäden, die Probleme bereiten. Durch Epigenom Einflüsse wie Gifte, Medikamente, Umweltnoxen, Stress, Fast Food kommt es auch im Laufe des Lebens zu Schäden am Mitochondrien und seiner DNA.

Bei 60% der Betroffenen wird eine Abnahme der Belastbarkeit allgemein, chronische Müdigkeit, Schmerzen und Depressionen nachgewiesen.

Die Energiereserven reichen dann nur noch für das Überleben und Funktionieren lebenswichtiger Organe aus. Der Mitochondrien Stoffwechsel läuft auf Sparflamme. Psychische Stress, intensive Belastungen, Infektionen, Impfungen und Medikamenteneinnahme können schnell dazu führen, dass der Mitochondrien Schwellenwert überschritten wird.

Mangelhafte Konzentration, schlechte Gedächtnisleistungen, Tics sind häufige Begleitsymptome eine zelluläre Störung der Mitochondrien – Mitochondriopathie. Das verwundert nicht, da die Nerven doch mit der Erhaltung und Wiederherstellung ihres Membranpotenzials bei Energiemangel hoch anfällig.

Eine Mitochondrien Dysfunktion korreliert signifikant mit der Schwere der Burn Out Erschöpfung und Körper Alterung.

Burn Out Erschöpfung, Alterung und ihre Begleiterkrankungen sind also die Mosaiksteine eines Gesamtbildes – der Mitochondrien-Zellerkrankung.

In den letzten Jahren stiegen die Verschreibungsraten für Antidepressiva, Stimulanzien, Benzodiazepinen, Neuroleptika um 60%. Bedenklich sei, dass über Nebenwirkungen dieser Medikamente für den Betroffenen wenig bekannt. Zahlreiche Psychopharmaka hemmen und schädigen die Mitochondrien, ATP- und Citratsynthese, senken Q10 und erhöhen die Lipidperoxidation. Die Wirkung ist systemisch auf alle Zellen verteilt, auch auf das Herz mit nachfolgenden Herzrhythmusstörungen.

Dass Burn Out Erschöpfung erhöhte Risiken für kardiovaskuläre Erkrankungen, Metabolisches Syndrom, Diabetes mellitus II, Migräne, Autoimmunerkrankungen etc. haben, ist nur ein Tropfen im Meere der Multisystemerkrankungen bei erworbener sekundärer Erkrankung der Mitochondrien.

„Sieh, wie die Dinge in der Welt beschaffen sind, und unterscheide an ihnen wirkende Kraft und Ziel.“ – Marc Aurel

Wenn Sie mit Therapien Ihre Burn Out Erschöpfung bisher nicht die gewünschte Resultate gesehen haben, stelle ich ihnen eine Frage:

1.) Was haben die bisherige Investitionen und Therapien für Sie gebracht?

Und falls Sie keine große Effekte davon gesehen haben, beantworten Sie diese Frage…

2.) Was haben Sie in den letzten Tagen dafür getan mehr für Beschwerdefreiheit zu TUN ?

Das Leben ist ein Prozess und wir können beeinflussen, wohin es uns führt. Alles im Leben fließt. Manche Veränderung erweist sich als große Herausforderung und dann wünschen wir uns vielleicht wieder in ein ruhigeres Fahrwasser zurück. Letztlich ist es jedoch gerade die Veränderung, die uns wachsen lässt und zu neuen Ufern führt, an die wir sonst gar nicht gelangt wären.

Sind Sie eigentlich im Fluss des Lebens? Oder verweilen Sie lieber in ruhigen Gewässern?

Nach jedem reißenden Wasserfall wartet ein ruhiger See. Und hinter jeder Flussmündung wartet eine neue Chance.

Um diese vorhersehbaren neuen Chancen zu ergreifen, müssen Sie vier Ufer aufsteigern, die den Schiff zur grüßen Meeren führt.

Diese vier Schritte sind: Anerkennung – Wille – Bereitschaft – System

Wenn Sie diese vier Dinge ausgerichtet haben, können Sie dann das Herz des Motors reparieren und erstaunliche Resultate erzielen.

Und so funktioniert mein Konzept:

Wir werden uns am Anfang auf die Diagnostik und Analyse der Burn Out Erschöpfung konzentrieren um die individuelle Therapien Möglichkeiten zu generieren, danach auf Ihr Grundsystem, um Ihnen zu helfen, die zwei größten Probleme zu lösen, vor den die meisten Patienten gegenüberstehen.

1.) Therapien der Ursachen der Müdigkeit, Mitochondrien- und Zell-Erkrankung

2.) Sobald wir diese Schritte generieren, benötigen Sie ein System, das Ihre Beschwerden in Leistung, Vitalität und Lebensfreude umwandelt. Vorhersehbar, zuverlässig und dauerhaft.

Meine Strategie Sitzungen dauern etwa 30 Minuten, Sie werden mit mir persönlich sprechen und ich werde Ihnen dabei helfen, das zu erkennen, wo Sie gerade stehen und helfe Ihnen dabei einen Plan zu erstellen um Ihre Burn Out Erschöpfung im Griff zu bekommen.

Für wen ist mein Konzept geeignet?

– Für Menschen mit chronische Burn Out Erschöpfung und ihren treuen Begleiter wie chronische Schmerzen, Schlafstörungen, Migräne, Depression, Diabetes und Bluthochdruck.

In der Regel kaufen Sie Einzelcoachings und wollen individuelle und persönliche Beratung.

– Für Menschen, die wissen, dass Sie gut sind in dem was Sie tun, und besitzen genug Selbstvertrauen um zu wissen, dass sie Ihren geliebten Job bei weiter bestehende Burn Out Erschöpfung verlieren und dass eine Berufsunfähigkeit und im schlimmsten Fall sogar die Suizidalität droht.

– Es ist ausschließlich nur für Personen, die echten Wert darauf legen, die Beziehungen in ihre Familie, soziales Umfeld, Lebenspartnerschaften, Freundschaften und Lebensfreude aufrechtzuerhalten und die intensiv auszuleben.

– Für Menschen, die bereits Geld in vielen Effekt-ausbleibende Therapien investiert haben, und wollen eine konstruktive Änderung mit radikalen Ansatz bekommen um Ihre chronische Burn Out Erschöpfung auf das nächste Level zu bringen und die zu besiegen.

Die Anwendung meine Beratung und Zusammenarbeit mit mir ist nicht kostenlos und auch nicht billig. Wie viel sind wir uns selbst Wert? Sind wir uns billig? Wer will die billig Medizin wenn es um humanistische Existenz geht? Wir leisten uns heute in vielen Bereichen einen hohen Lebensstandard und eine möglichst gute Versorgung, die bisweilen gar an Luxus grenzt. Bei der Gesundheit reicht den Allermeisten jedoch die Billigmedizin. Ein neues Auto können Sie sich jederzeit kaufen, ein neues gesundes Leben jedoch nicht. Jeder Einzelne von uns sollte sich diesen Tatsachen stellen und sie überdenken. Dann kann er seine Prioritäten individuell neu festlegen und sein Handeln entsprechend ändern.

Die meisten meiner Patienten generieren nach Aktivierung meines Consultings Ihre Kräfte, Vitalität, Schmerzfreiheit, tiefen und erholsamen Schlaf, Lebensfreunde, Lebenspartnerschaften, Konzentration, Leistung und Effizienz im Beruf und binnen der nächsten 1-2 Monaten haben sie die komplette Investition wieder eingenommen, und bleiben deshalb auch langfristig bei mir in Therapie, weil Sie echte Resultate sehen.

Für wen ist das hier nicht geeignet?

Dies ist nicht für:

– Menschen, die ständig Ausreden suchen, sich beschweren und gerne in ihrer “Opferrolle” stecken.

– Menschen, die im „Ich sammle erstmal die Informationen und therapiere mit Dr. Google“ Modus fest stecken, und nicht bereit sind die sofortige innovative Maßnahmen zu ergreifen oder Beschwerdefreiheit zu erzielen.

– Menschen, die nicht ernsthaft daran interessiert sind, Ihre Konzentration und Leistungen im Leben zu steigern.

– Menschen, die für Ihre Gesundheit und Leben nur nach kostengünstigeren Therapien suchen und den wahren Wert der 100 % Vitalität völlig unterschätzen.

 

“Ein Schiff im Hafen liegt sicher, aber dafür werden Schiffe nicht gebaut.” Grace Hopper

 

Sportcheck, Medical Screening, Stammzelltherapie und Labordiagnostik

Metabolic Tuning, Mikronährstoffe, Stammzelltherapie und Labordiagnostik bringen mehr Effizienz und Erfolg im Sport.

Weniger Verletzungen und mehr Leistung!

 

 

 

 

 

 

 

 * Integrative Labordiagnostik

 

 * Ruhe EKG, Langzeit (24 Stunden) EKG, Langzeit (24 Stunden) Blutdruck Messung

 

 * Belastungs – EKG

 

 * Stress Vorsorgeuntersuchung, Analyse des vegetativen Nervensystem und Anti Aging

 

 * Manuelle Muskeltestdiagnostik mit Applied Kinesiology

 

 * Risiko für Gelenkarthrose, Rheuma und Osteochondrose bei Sportler. Integrative Neuraltherapie

 

 * Akupunktur TCM geprüft

 

 * Elektroakupunktur

 

 * Softlaser – Photonen Therapie und Laserakupunktur

 

 * Mitochondriale Medizin / Mikronährstoffmedizin/Aufbaukuren Infusionen

 

 * Ozon – Sauerstoff Therapie

 

 * Entgiftung und Ausleitung

 

 * Eigenbluttherapie, Platelet Rich Plasma (PRP) StammzellTherapie

 

„Der Mensch ist für eine freie Existenz gemacht, und sein innerstes Wesen sehnt sich nach dem Vollkommenen, Ewigen und Unendlichen als seinem Ursprung und Ziel. “      Matthias Claudius

 

Ich freue mich auf Sie und über Ihr Interesse.

 

Herzlichst, Ihre Olga Beckmann

 

 

 

 

 

Vom Fluchtreflex bis zum Burnout

 

Wenn von Stress in Zusammenhang mit Störungen des Wohlbefindens die Rede ist, dann handelt es sich um den sogenannten Distress. Das ist eine in unserer modernen Gesellschaft immer häufiger auftretende Reaktion auf persönliche Belastungen, wie Termin- und Leistungsdruck, finanzielle oder familiäre Probleme und berufliche Sorgen. Dahinter steht ein Millionen Jahre alter Schutzmechanismus, der in Gefahrensituationen einen Fluchttrieb aktiviert.

Vom Fluchtreflex bis zum Burnout

Unbehandelt kann diese Reaktion auf Dauer zu physischen und psychischen Erkrankungen führen. Zum Beispiel nimmt man an, dass es einen Zusammenhang mit der Entstehung von Depressionen gibt. Darüber hinaus kann es zu Bluthochdruck, Atherosklerose und degenerativen oder mentalen Erkrankungen sowie Infarkten kommen. Auch das Burnout-Syndrom ist eine häufige Folge von Dauerstress. Die Betroffenen klagen unter anderem über Energiemangel, chronische Müdigkeit, Schwächegefühl, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Niedergeschlagenheit, Konzentrationsmangel, Vergesslichkeit und sozialer Rückzug.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die stressbedingte gesundheitliche Beeinträchtigung zu behandeln oder ihnen vorzubeugen. Neben der Identifizierung und Ausschaltung der Stressursachen und der Schaffung von Stressausgleich durch Entspannung und Erholung kann man mit den Methoden der orthomolekularen Medizin auf den Mikronährstoffhaushalt einwirken und durch eine entsprechend dosierte Verabreichung von Nahrungsergänzungsmitteln schnell positive Resultate erzielen.

Übrigens ist Stress nicht grundsätzlich etwas Negatives. Es gibt auch Aktivierungsreaktionen, die von den Betroffenen positiv wahrgenommen werden (Eustress) und für die Gesundheit förderlich sind, zum Beispiel bei Hochzeiten, Geburten und anderen schönen Erlebnissen.

Positive und negative Stressreaktionen sind ein unvermeidlicher Bestandteil des Lebens. Ein bewusster und entspannter Umgang damit ist daher eine zur Erhaltung des Wohlbefindens sinnvolle Haltung.

 

Literatur Quellen

  • Karstädts, U.: Die Säure des Lebens. TAS-Verlag.
  • Raben, R.: Stress, Angst und Trauma – wie hilft das BADA-Protokoll. Deutsche Zeitschrift für Akupunktur 60. 1/2017. S. 34 ff.

Metallinduzierte Entzündungsreaktionen

 

Unter Wissenschaftlern wird derzeit intensiv diskutiert, ob die auffällige Zunahme von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, Atherosklerose, Diabetes, rheumatoider Arthritis und Depressionen mit negativen Auswirkungen von Umweltbelastungen auf den Organismus in Zusammenhang zu bringen ist. Insbesondere Metallen aus Industrieemissionen, belasteten Lebensmitteln oder Zahnersatzmaterialien kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Teilweise sind die auftretenden Beschwerden auf allergische Reaktionen zurückzuführen, die sich durch den sogenannten Lymphozytentransformationstest (LTT) nachweisen lassen. Es gibt aber auch Studien, die toxikologische (vergiftende) Wirkungen bei nicht allergisch sensibilisierten Patienten belegen.

Metallinduzierte Entzündungsreaktionen

Nachweislich aktivieren Metallbelastungen das Immunsystem. So gibt es zum Beispiel Zusammenhänge zwischen dem Aluminium-, Quecksilber- oder Kobaltspiegel im Blut und dem Auftreten von Entzündungen. Hohe Metallkonzentrationen im Speichel (etwa durch Zahnersatz und Zahnpflegeprodukte) oder in der Nahrung können zur Schädigung der Darmschleimhaut und zu einer erhöhten Durchlässigkeit der Darmwand führen, wodurch mehr Metallen aus dem Darm in den Blutkreislauf gelangen. Die Folge sind zum Beispiel Gastritis oder chronisch entzündliche Darmerkrankungen. Viele Metalle erzeugen zudem oxidativen Stress, der freie Radikale freisetzt und damit die Zellstrukturen angreift.

Einige Metalle sind auch indirekt für den Organismus schädlich, indem sie essenzielle Mineralstoffe aus metallabhängigen Enzymen verdrängen. Dies ist zum Beispiel bei Cadmiumbelastung der Fall, durch die im ungünstigsten Fall die Sterblichkeit bei Krebserkrankungen steigen kann.

Nachweisen lassen sich Metallbelastungen über Blut oder Urin, aber nur über den Speichel lassen sich auch genau die verursachenden Metalle erkennen. Dabei sind der Zeitpunkt und die Methode der Speichelabgabe entscheidend für den Nachweis unterschiedlicher möglicher Ursachen. Durch den morgens unmittelbar nach dem Aufstehen entnommenen Speichel kann man die Korrosion von NEM- und abriebfesten Goldlegierungen erkennen. Der Speichel nach Kaugummikauen lässt Rückschlüsse auf weichere Legierungen, wie Biogold oder Amalgam) zu. In der Praxis werden meist beide Methoden kombiniert.

Für den Nachweis über den Urin wird vor allem von Umweltmedizinern die Multielement-Analyse bevorzugt. Dabei wird der Urin nach Verabreichung von Chelat-Bildnern, wie DMPS, DMSA oder EDTA, untersucht. Die Ergebnisse lassen die Gesamtbelastung des Organismus erkennen. Vorteil dieser Methode ist, dass mit der Diagnostik zugleich auch eine Ausleitung erfolgt.

Literatur Quellen:

Calderón-Garciduenas et al.: Air Pollution and Children. Neural and Tight Junction Antibodies and Combustion Metals, the Role of Barrier Breakdown and Brain Immunity in Neurodegeneration. J Alzheimer’s Disease 2014 Aug 21.

Elshahawy et al.: Elemental ion release from fixed restorative materials into patient saliva. J Oral Rehabil 2013 (92). S. 381-388.

Guo et al.: The relationship of plasma aluminum to oxidant-antioxidant and inflammation status in asthma patients. Environ Toxicol Pharmacol 2013 (35). S. 30-38.

Huesker, K.: Metallinduzierte Entzündungsreaktionen. zaen magazin 2016 (3). S. 18-22.

Lawrence et al.: The immunobiology of cobalt: demonstration of a potential aetiology for inflammatory pseudotumors after metal-on-metal replacement of the hip. Bone Joint J 2014 (96). S. 1172-1177.

Lin et al.: Increased risk of cancer mortality associated with cadmium exposures in older Americans with low zinc intake. J Toxocol Environ Health A 2013 (76). S. 1-15.

Nierdermeier: Biologie und Zahnersatz. Rheinisches Zahnärzteblatt 2013 (11). S. 601-604.

Wieloch etc al.: Do toxic heavy metals affect antioxidant defence mechanisms in humans? Ecotoxicology and Environmental Safety 2013 (78). S. 195.

Darm-Hirn-Achse

Zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten belegen den Zusammenhang zwischen der Darmflora und dem Gehirn. Beide stehen über die sogenannte „Darm-Hirn-Achse“ miteinander in Verbindung, sodass Signale aus dem Darm auch an wichtigen Steuerungsprozessen des Organismus beteiligt sind. Sie wirken sich zum Beispiel auf die Stimmung, die Gefühle, die kognitiven Prozesse und den Appetit des Menschen aus und können auch zu Stressanfälligkeit führen.

Verbindung zwischen Bauch und Kopf

Zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten belegen den Zusammenhang zwischen der Darmflora und dem Gehirn. Beide stehen über die sogenannte „Darm-Hirn-Achse“ miteinander in Verbindung, sodass Signale aus dem Darm auch an wichtigen Steuerungsprozessen des Organismus beteiligt sind. Sie wirken sich zum Beispiel auf die Stimmung, die Gefühle, die kognitiven Prozesse und den Appetit des Menschen aus und können auch zu Stressanfälligkeit führen.

Stress ist eine natürliche Reaktion auf Gefahrensituationen, die einen Fluchtreflex auslöst. Um der Skelettmuskulatur dafür sofort Energie zur Verfügung stellen zu können, wird die Durchblutung des Darms gehemmt. Bei Dauerstress kommt es dadurch zu entzündlichen Prozessen und einer Störung der Darmflora. Der Darm sendet dann ein permanentes internes Stress-Signal an das Gehirn.

Die Verabreichung von probiotische Bakterienkulturen ist eine effektive und anerkannte Methode, die die Ursachen der Stess-Signale zu behandeln. Sie wird in der ganzheitlichen Medizin schon seit langem erfolgreich zur Behandlung von Magen-Darm- und Immunstörungen eingesetzt. In einer Reihe von evidenzbasierten klinischen Studien konnte ihr Einfluss auf die Psyche und die Gehirntätigkeit sowie die subjektiv empfundene Stressbelastung nachgewiesen werden.

Literatur Quellen

Anderson, U., Tracey, K. J.: Neural Reflexes in inflammation and immunity. J Exp Med. 2012, 209 (6). S. 1057-1068.
Bercik, P.: The microbiota-gut-brain axis: learning from intestinal bacteria? Gut 2011, 60 (39). S. 288-289.
Collins, S. M., Surette, M., Bercik, P.: The interplay between enteric microbiota and the brain. Nat Rev Microbiol 2012 10 (11). S. 735-742.
Dapoigny, M., Ducrotte, P. et al.: Efficacy and safety profile of LCR35 complete freeze-dried culture in irritable bowel syndrome: a randomized, double-blind study. World J Gastroenterol 2012, 18 (17). S. 2067-2075.
Dinan, T.-G., Stanton, C., Cryan, J.-F.: Psychobiotics: a novel class of psychotropic. Biol. Psychiatry 2013, 74 (10). S. 720-726.
Dinan, T.-G., Stilling, R.-M., Stanton, C., Cryan, J.-F.: Collective unconscious: How gut microbes shape human behavior. J Psychiatr Res. 2015 (63). S. 1-9
Grenham, S., Clarke, G., Cryan, J.-F., Dinan, T.-G.: Brain-gut-microbe communication in health and disease. Front Physiol 2011. S. 94
Kageyama, K., Kagaya, S., Takayasu, S., Hanada, K., Iwasaki, Y., Suda, T.: Cytokines induce NF-kB, Nurr1 and corticotropin-releasing factor gene transcription in hypothalamic 4B cells. Neuroimmunomodulation 2010, 17 (5). S. 305-313.
O’Mahony, L., McCarthy, J., Kelly, P. et al.: Lactobacillus and bifidobacterium in irritable bowel syndrome: symptom responses and relationship to cytokine profiles. Gastroenterology 2005, 128 (3). S. 541-551.
Rao, A.-V., Bested, A.-C., Beaulne, T. M. et al.: A randomized, double blind, placebo controlled pilot study of a probiotic in emotional symptoms of chronic fatigue syndrome. Gut Pathog 2009, 19. S. 6.

 

 

Applied Kinesiologie – Manuelle Muskeltestdiagnostik

Applied Kinesiology ist eine ganzheitliche Diagnostik– und Therapie-Methode, die mithilfe von manuellen Muskeltests Fehlfunktionen des Bewegungsapparats, des Stoffwechsels und der Psyche sowie die dafür ursächlichen Zusammenhänge ermitteln kann.

Geschichte der Applied Kinesiology

In den 1960er-Jahren entdeckte der amerikanische Chiropraktiker George Goodheart (DC), dass man anhand von Muskeltests herausfinden kann, wie ein Patient auf gesundheitliche Belastungen reagiert (z. B. auf toxische Substanzen, Fehlstatik oder psychischen Stress) und dass es auch möglich ist, die geeignete Therapie auf diese Weise zu ermitteln. Er führte seine Erkenntnis mit anderen Methoden, wie der Chiropraktik, der Akupunktur, der Osteopathie und der Orthomolekularmedizin, zusammen und schuf damit ein ganzheitlich integratives Diagnose- und Therapiesystem.

 Balance im Gesundheitsdreieck

Für die Applied Kinesiology wurde das Modell des „Triad of Health“ (Dreieck der Gesundheit) von Palmer übernommen, das auf dem Zusammenwirken von Struktur (Bewegungsapparat), Chemie (Stoffwechsel) und Psyche des Patienten basiert. Stehen die Seiten dieses Dreiecks in einem ausgewogenen Verhältnis, ist der Mensch gesund, sind sie unterschiedlich ausgeprägt, liegt eine Dysbalance und damit eine Störung vor.

Interdisziplinäre Perspektive

Da im Dreieck der Gesundheit ganz unterschiedliche gesundheitliche Aspekte berücksichtigt werden, setzt die Anwendung von Applied Kinesiology voraus, dass der Therapeut in der Lage ist, in allen medizinischen Disziplinen Diagnosen zu stellen, um den Patienten dann gegebenenfalls an einen entsprechend spezialisierten Kollegen zur Behandlung zu überweisen. Die Ausbildung am International College of Applied Kinesiology (ICAK) setzt deshalb einen bereits vorhandenen medizinischen Abschluss voraus und ist damit Ärzten, Zahnärzten, Chiropraktoren, Physiotherapeuten, Heilpraktikern etc. vorbehalten.

 Beispiele für das Zusammenspiel von Symptom und Ursache

  • Wiederkehrende Gelenkbeschwerden können von Fußfehlstellungen, Zahnstörfeldern, Bissfehlstellungen, alten Traumata etc. verursacht werden.
  • Rückenschmerzen entstehen möglicherweise durch Operationsnarben, funktionelle Magen-Darm-Störungen oder Schädel-Kiefer-Dyslokationen.
  • Unklare Bauchbeschwerden können unter anderen an Darm Dysbiosen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Narbenstörfeldern liegen.
  • Chronische Infektionen können im Zusammenhang mit Zahnstörfeldern, Impfnarben, Schwermetallbelastungen etc. stehen.
  • Kopfschmerzsyndrome können Ursachen wie alte Traumata, Histaminunverträglichkeiten, Schädel-Kiefer-Dysfunktionen oder Schwermetallbelastungen haben.

 Applied Kinesiology und Schulmedizin

Während die Schulmedizin vor allem manifeste klinische Erkrankungen erkennen kann, ist es die Stärke der Applied Kinesiology, auch feine Abstufungen von Gesundheitsstörungen zu erkennen, die Auslöser für rund 70 Prozent aller Arztbesuche sind. So kann der Therapeut Gesundheitsstörungen besser erkennen und nachhaltiger therapieren. Dabei wird der Organismus als vernetztes Ganzes betrachtet.

Applied Kinesiology betrachtet Gesundheitsstörungen als Prozess, nicht als Zustand. Die Diagnose „Kopfschmerz“ etwa beschreibt einen Zustand, ein Symptom, das aber letztlich durch eine Kiefergelenkstörung, eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder eine Fusionsstörung der Augen ausgelöst worden sein kann. Es gilt, die eigentliche Ursache hinter dem Symptom zu finden sowie den zur Gesundheitsstörung führenden Prozess zu erfassen und zu korrigieren.

Die in der Applied Kinesiology angewendeten Muskeltests sind eine funktionell neurologische Untersuchung. Je nach Erfordernis werden sie in das geeignete medizinische Diagnosesystem integriert und bilden damit eine sinnvolle Ergänzung zu Befragungen, körperlichen Untersuchungen, Labor und technischen Diagnostikverfahren (z. B. CT und MRT).

Eustress und Dystress

Eine wichtige Grundlage der Applied Kinesiology ist das Stresskonzept nach Selye. Dort werden zwei Stressformen unterschieden: Eustress und Dystress. Beide braucht der Organismus, um überleben zu können. Eustress sind strukturelle, chemische oder psychische Reize, die förderlich sind, z. B. regelmäßige sportliche Betätigung, gesunde Ernährung oder soziale Kontakte. Dystress hingegen sind ebensolche Reize, die jedoch der Gesundheit schaden, etwa durch Fehl- und Überbelastungen des Körpers, durch Unfälle und Traumata, durch ungesunde Ernährung und Umweltgifte oder Mobbing am Arbeitsplatz.

Die Applied Kinesiology hat das Ziel, Dystress ausfindig zu machen, zu reduzieren und mit Eustress zu therapieren.

Typische Stress-assoziierte Probleme nach Selye sind:

  • wiederkehrende Infekte
  • Allergien und Heuschnupfen
  • Magen- und Verdauungsbeschwerden
  • Schlafstörungen, Gereiztheit, Unlust und andere psychische Symptome
  • Konzentrationsschwäche
  • Müdigkeit, depressive Verstimmungen
  • Zittern, nervöse Ticks, Stottern
  • nächtliches Zähneknirschen mit morgendlichen Kiefergelenk-, Kopf- und anderen strukturellen Beschwerden
  • häufiger Harndrang
  • Migräne, prämenstruelle Beschwerden
  • Nacken- und Kreuzschmerzen ohne vorangegangene Traumata
  • zu wenig oder zu viel Appetit
  • verstärktes Verlangen nach Nikotin, Alkohol, Kaffee oder sonstigen Drogen

Muskeltests

Grundlage der Applied Kinesiology sind spezifische Muskeltests, mit denen sich sowohl schadende oder belastende als auch fördernde Faktoren ermitteln lassen.

Nach einer vorausgehenden Anamnese untersucht der Therapeut manuell die Reaktion verschiedener Muskeln, die erfahrungsgemäß in Zusammenhang mit den Beschwerden stehen. Anschließend werden die entsprechenden Muskeln mit einer spezifischen diagnostischen Provokation (Challenge) erneut getestet. Die Challenge kann struktureller, chemischer oder emotionaler Natur sein. Aus der Veränderung der Muskelreaktionen zwischen beiden Testphasen lässt sich eine Diagnose ableiten. Ob eine bestimmte Therapie Erfolg verspricht, kann man schon vorab daran erkennen, wie der Muskel auf die Konfrontation mit ihrer möglichen Anwendung reagiert.

Bei den Muskeltests drückt der Patient mit maximaler Kraft gegen den Widerstand des Therapeuten, der dann den Druck seinerseits geringfügig um zwei bis vier Prozent erhöht. Kann der Patient dieser zusätzlichen Kraft nicht ausreichend stark widerstehen, ist der Muskel schwach. Hält er dem Druck stand, reagiert aber physiologisch auf schwächende (sedierende) Maßnahmen, ist er normoton (normal). Wenn der Muskel trotz sedierender Maßnahmen stark bleibt, ist er hyperton (zu stark). Auch dies ist eine Dysbalance. Nur im normalen Zustand lassen sich die Muskeltests durchführen.

Untersuchung potenziell schadender Faktoren (Beispiel)

Der gerade Oberschenkelmuskel ist dem Dünndarm zugeordnet. Er eignet sich z. B. für einen Nahrungsmitteltest, weil sich Unverträglichkeitsreaktionen potenziell an den Schleimhäuten des Magen-Darm-Trakts manifestieren. Zunächst wird getestet, ob der Muskel normoton ist und sich für den Muskelreaktionstest eignet. Danach nimmt der Patient das zu testende Lebensmittel in den Mund. Verändert sich die Muskelstärke nicht, ist die Challenge negativ und das Lebensmittel damit für den Patienten verträglich. Wird der Muskel schwächer oder reagiert er hyperton, ist die Challenge positiv und das Lebensmittel unverträglich.

 Untersuchung potenziell fördernder Faktoren (Beispiel)

Soll geprüft werden, ob ein infrage kommendes Medikament bei dem Patienten wirkt, kann z. B. der Deltamuskel der Schulter getestet werden, der der Lunge zugeordnet ist. Zunächst wird getestet, ob der Muskel normoton ist und sich für den Muskelreaktionstest eignet. Ist dies der Fall, nimmt der Patient das Medikament in den Mund und der Therapeut testet die Veränderung in der Muskelreaktion. Findet keine Veränderung statt, ist die Challenge negativ und das Medikament wirksam. Wird der Muskel schwächer oder noch stärker, ist es unwirksam. Die Veränderung hält nur solange an, wie das Medikament im Mund behalten wird. Eine nachhaltige gesundheitliche Verbesserung setzt natürlich eine ausreichend lange Einnahme voraus.

 Indikationen

Allgemeinmedizin

Orthopädie, Neurologie

  • Arthrose
  • Bandscheibenvorfall
  • Kopfschmerzen
  • Migräne
  • Skoliose
  • Sportverletzungen
  • Bandscheibenvorfall

Gynäkologie, Urologie

  • hormonelle Störungen
  • Inkontinenz
  • Menstruationsstörungen
  • Prämenstruelles Syndrom
  • Prostatabeschwerden

Zahnmedizin, Kieferorthopädie

  • Anpassung kieferorthopädischer Apparaturen
  • Herd- und Störfelddiagnostik
  • Lern- und Konzentrationsstörungen
  • Schmerzsyndrome durch Fehlbiss
  • Testung von Zahnersatzmaterialien

Quellen

  • Deutsche Ärztegesellschaft für Applied Kinesiology (DÄGAK): www.daegak.de und Informationsbroschüre.
  • Garten, Hans: Lehrbuch Applied Kinesiology. Muskelfunktion, Dysfunktionen, Therapie. Urban & Fischer Verlag, München 2004. S. 3-4.
  • Garten, Hans und Weiss, Gerald: Systemische Störungen – Problemfälle lösen mit Applied Kinesiology. Urban & Fischer Verlag, München 2007.
  • Garten, Hans: Das Muskeltestbuch. Funktion – Triggerpunkte – Akupunktur. Urban & Fischer Verlag, München 2008.
  • Garten, Hans: Applied Kinesiology. Funktionelle Myodiagnostik in Osteopathe und Chirotherapie. Urban & Fischer Verlag, München 2016.

Sauerstoff-Ozon-Therapie

 

Die Sauerstoff-Ozon-Therapie ist ein seit vielen Jahren bewährtes und gut verträgliches Naturheilverfahren, bei dem eine Mischung aus Sauerstoff und dem für seine keimabtötende und regulierende Wirkung bekannten Ozon eingesetzt wird. Die Anwendung kann je nach Bedarf äußerlich oder innerlich erfolgen.

Geschichte der Sauerstoff-Ozon-Therapien

Der Chemiker und Physiker Christian Friedrich Schönbein entdeckte 1839 bei Experimenten, dass bei der elektrischen Entladung von Sauerstoff ein Gas frei wird, das er „Ozon“ nannte. 1857 gelang es Werner von Siemens, das Gas in der von ihm erfundenen Ozonröhre auf einfache Weise in größeren Mengen zu erzeugen. Die ausgeprägten Bakteriziden Eigenschaften von Ozon wurden 1891 von Labbe und Oudin, Bontemps und Pfannenstill entdeckt. Während des ersten Weltkriegs setzte der Arzt A. Wolff Ozon erstmals erfolgreich zur diabetische Wundversorgung ein. 1935 wurde die Sauerstoff-Ozon-Therapie am Leipziger Universitätsklinikum in der Chirurgie und der Urologie eingeführt. Da es zu dieser Zeit noch keine ozonfesten Kunststoffe gab, war die Anwendung noch kompliziert und aufwendig. Mit der Entwicklung entsprechender Materialien hat sich auch die Ozontherapie weiterverbreitet und wird aufgrund ihrer vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten heute als komplementärmedizinische Alternative eingesetzt, unter anderem bei der Behandlung von diabetischen Geschwüren, Schuppenflechte, Psoriasis, Durchblutungsstörungen und viralen Erkrankungen.

Sauerstoff und Ozon

Sauerstoff (O2) ist lebenswichtig. Das geruchs- und geschmackslose, unsichtbare Gas kommt in der Luft sowie in gebundenem Zustand auch im Wasser vor. Außerdem ist es in Oxiden, Karbonaten und Silikaten enthalten. Die Luft, die wir einatmen, enthält 21 % Sauerstoff. Nur etwa ein Viertel davon werden vom Organismus auch verwertet, der Rest wird wieder ausgeatmet.

Ozon (O3) ist ein instabiles Molekül, das aus drei aus drei Sauerstoffatomen besteht. Gasförmig ist es farblos und hat einen charakteristischen Geruch. Bei -111,9° wird es flüssig und nimmt eine blaue Farbe an. Bei -192,5° wird es zu einem schwarzen Kristall. Ozon kommt in der Atmosphäre vor und wird durch Sonnenstrahlung, UV-Strahlung oder Blitzschlag gebildet. Es ist ein natürlicher UV-Schutz, ohne den Leben auf der Erde nicht möglich wäre.

Wirkungsweise

Therapeutisch verabreicht, verbessert eine Sauerstoff-Therapie die Durchblutung und damit die Versorgung der Zellen mit Sauerstoff. Zudem wirkt sie förderlich auf den Stoffwechsel ein und unterstützt so das Immunsystem sowie die körperliche Leistungsfähigkeit.

Eine Ozon-Therapie kann auf sehr unterschiedliche Weise wirken. Lokal und hoch dosiert angewendet, wirkt es aufgrund seiner Oxidationskraft keimtötend gegen Pilze, Viren und Bakterien. In niedriger Konzentration wirkt es granulationsfördernd auf das Gewebe. Ozon eignet sich dadurch besonders zur Behandlung von infizierten oder schlecht heilenden Wunden. Als systemische Therapie wird Ozon generell in niedriger Dosierung eingesetzt und löst regulative Prozesse zur Stärkung der Selbstheilungskräfte des Organismus aus. Es verbessert die Durchblutung, wirkt lipidsenkend und baut nachweislich freie Fettsäuren, Cholesterin und Cholesterinester ab.

Anwendungsmöglichkeiten

Zur Therapie wird ein spezielles medizinisches Sauerstoff-Ozon-Gemisch eingesetzt. Eine Behandlung mit Ozon kann je nach Bedarf zum Beispiel als Eigenbluttherapie, als Wundbegasung, als Injektion, rectal, in Ästetik als natürliches Anti-Aging für die Haut oder durch Verabreichung von Ozonwasser erfolgen.

Eigenbluttherapie

Das Entnehmen und Reinjizieren von Blut löst eine Aktivierung des Stoffwechsels aus, die sich auf den gesamten Organismus erstreckt. So lässt sich zum Beispiel bei akuten und chronischen Infekten eine Abwehrstabilisierung oder bei Allergien eine Immunmodulation erzielen. Da Sauerstoff ein zentrales Element im Stoffwechsel ist bietet sich die Kombination der Eigenbluttherapie mit einer Sauerstoff-Ozon-Therapie in vielen Fällen an. Im Blut zerfällt das Ozon zu hochkonzentriertem Sauerstoff (O2), der sofort an die Erythrozyten (Träger des Stauerstoffs im Organismus) weitergegeben wird. Dadurch werden selbst die Körperzellen erreicht, die krankheitsbedingt nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wurden. Sauerstoffunterversorgung führt zu einer Sauerstoffverarmung des Gewebes, was viele Mediziner als eigentliche Ursache vieler Zivilisationskrankheiten betrachten. Alle chronischen Schmerzen und Krankheiten werden letztlich durch einen Sauerstoffmangel auf Zellebene verursacht. Durch die Reinjizierung von mit Sauerstoff und Ozon angereichertem Eigenblut kann man dem entgegenwirken. Bei der kleinen Ozon-Eigenbluttherapie (KEB) wird das Gemisch mit einer Spritze intramuskulär verabreicht, bei der großen (GEB) intravenös. Die hyperbare Ozon-Eigenbluttherapie ist eine Variante der GEB, bei der das Blut mittels Vakuumpumpe mehrmals abgenommen, ozonisiert und reinjiziert wird.

Wundbegasung

Bei der Begasung von Psoriasis, Schuppenflechte, diabetische Wunden, Abszessen, Ekzemen oder oberflächlichen Tumoren mit Ozon wird der betroffene Körperteil in einen sterilen Beutel gesteckt. Während die Luft daraus abgesaugt wird, strömt zeitgleich ein Sauerstoff-Ozon-Gemisch in den Beutel, das je nach Dosierung keimtötend oder granulationsfördernd wirkt.

Injektion

Je nach Symptomatik kann die Injektion des Sauerstoff-Ozon-Gemischs in die Haut (z. B. bei Arthrosen, Gicht, Rheuma, Bandscheibenvorfall) unter die Haut (z. B. in Ästetik als natürliches Anti-Aging für die Haut, bei peripheren Durchblutungsstörungen, Migräne, Ateminsuffizienz)  oder intramuskulär (z. B. bei Stoffwechselstörungen und geriatrischen Erschöpfungszuständen) erfolgen.

Rektale Ozon-Insufflation

Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Reizdarm, Morbus Crohn, Colitis ulserosa, Immundysbalancen oder Neurodermitis, Schuppenflechte, Psoriasis lässt sich Ozon als systemische Therapie auch rektal verabreichen.

Ozonwasser, ozonisiertes Olivenöl

Diabetische Wunden, Psoriasis, Schuppenflechte, Neurodermitis, der Mundraum oder andere Körperöffnungen lassen sich auch mit Wasser spülen, das mit Ozon angereichert wurde. Ozonisiertes Olivenöl lässt sich zur wirksamen Reinigung und Desinfektion von Wunden einsetzen.

 

 

 

 

 

Kommentar von Olga Beckmann

 

Evidenzbasierte klinische Studien belegen, dass Ozon die Bakterien, Pilze und Viren abtötet und eine entzündungshemmende, immunstimulierende Wirkung hat.  Ich konnte feststellen, dass die Sauerstoff-Ozon-Therapie in vielen Fällen tatsächlich ein sehr effektives Verfahren ist und selbst bei Krebspatienten als schonende Ergänzung zu konventionellen Therapien erfolgreich eingesetzt werden kann.

Quellen

  • Dehmlow, R. (Hrsg.): Sauerstoff-Ozon-Therapien. Urban & Fischer Verlag, München 2008.
  • Viebahn-Hänsler, R., Fernandez, O. und Fahmy, Z.: Ozone in Medicine: Clinical Evaluation and Evidence Classification of the Systemic Ozone Application, Major Autohemotherapy and Rectal Insufflation, According to the Requirements for Evidence-Based Medicine. In: Science & Engineering 2016, Vol. 38, No. 5, S. 322-345.

Schwermetallausleitung, Chelat Therapie

Die Entgiftung, Metallausleitung (Chelat) -Therapie ist eine seit über 60 Jahren weltweit bewährte Methode zur Ausleitung von Metallen aus dem menschlichen Körper. Chelate sind chemische Verbindungen, wie Na-EDTA, Ca-Na-Mg-EDTA, DMPS, DMSA oder Zink-DTPA.

Geschichte

Die Entfgiftung -Therapie wurde um 1950 in den USA ursprünglich zur Behandlung von Bleivergiftungen entwickelt. Bis 1966 galt sie dort zudem auch als Standardtherapie bei Durchblutungsstörungen des Herzens, bevor sie ab 1967 von den dafür aufkommenden Bypass-Operationen verdrängt wurde.

Die Herzchirurgie verspricht zwar schnelle Erfolge, ist aber auch sehr teuer, sodass sich im Lauf der Zeit immer mehr Amerikaner wieder für die kostengünstige und sichere Entgiftung – Chelat-Therapie entschieden. In Deutschland wurde die Methode 1983 eingeführt.

2012 bestätigte eine groß angelegte wissenschaftliche Studie in den USA schließlich die Erfolge der Erfahrungsmedizin. Heute gilt damit als erwiesen, dass durch eine Metallausleitung mithilfe der Chelat-Methode viele Herzoperationen vermieden werden können.

Ob aus Amalgam, Seefisch oder den Umweltbelastungen der modernen Industriegesellschaft – akute Metallvergiftungen sind in Deutschland eher selten, chronische Metallvergiftungen jedoch die Regel.

Sie stören oder blockieren die Fermentsysteme des Körpers und sind so Ursache für eine Vielzahl schwerwiegender Erkrankungen.

Bis in die 1990-er Jahre war das Einatmen der Abgase von verbleitem Benzin eine Hauptquelle von Blei. Da sich das Blei bei vielen Menschen im Körper abgelagert hat, lässt es sich auch jetzt noch in großen Mengen bei Patienten nachweisen.

Heute gelangen die Schwermetalle, abgesehen von denen im Zigarettenrauch, hauptsächlich über die Schleimhäute des Magen-Darm-Traktes in unseren Körper.

Zur gesteigerten Aufnahme kommt es, wenn zusätzlich die Darm-Schleimhaut-Barriere gestört ist, wie bei: Wiederholten Antibotika-Gaben, Leaky gut-Syndrom, Glutaminmangel, Darminfektionen und chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Zöliakie, Morbus Crohn oder durch Nahrungsmittelallergien.

Quellen von Schwermetallen:

  • Zigarettenrauch: Kadmium und Nickel

  • Schokolade: Nickel

  • Trinkwasser: Kupfer (Blei heute eher selten)

  • Fisch: Quecksilber

  • Kaugummi kauen: Wenn Amalgamfüllungen vorhanden: Quecksilber

  • Hühnereier, Geflügel, Süßwasserfische (aus Aquakulturen): Quecksilber durch Fischmehlfütterung

  • Gemüse: Kupfer, Blei, Cadmium, Chrom, Nickel, Zink

  • Durch Düngung mit Gülle, lt. Presseinformation des Umweltbundesamtes 2004: „ Zu viele Schwermetalle in der Gülle“

  • Fleisch: Über Futtermittel von güllegedüngten Feldern

So nahezu unendlich vielschichtig unsere moderne Industriegesellschaft ist, so sind auch die möglichen Quellen von potentiell toxischen Metallen nahezu unbegrenzt. Immer mal wieder greift die Presse einzelne Befunde auf, wie sie in den vergangenen Jahren zu lesen waren: Blei aus Kaffeemaschinen, Uran im Trinkwasser, Antimon in PET-Flaschen, Uran und Arsen im Mineralwasser usw. usw.

Aber auch in der Medizin finden Metalle Anwendung, die dem Körper schaden können, wie Titan in Tablettenummantelungen, Gadolinium in Kontrastmitteln, Platin in Chemotherapeutika oder Paladium in vermeintlich „unbedenklichen“ Goldlegierungen.

Der menschliche Körper hat nur ein System von Entgiftungsenzymen für alle Schadstoffe.

Kommt es über längere Zeit zu einseitigen Belastungen, z.B. durch Blei aus Autoabgasen oder Quecksilber aus Amalgamfüllungen, wird das Entgiftungssystem chronisch überfordert. Es bleiben Giftstoffe im Körper zurück. So können sich, mit anderen Metallen, die in nur kleinen Konzentrationen aufgenommen werden, im Körper ansammeln.

Andererseits können auch kleine Mengen einzelner Metalle in ihrer Summe das Entgiftungssystem überlasten. Zwar mögen die Grenzwerte in Nahrungsmitteln im Einzelnen eingehalten sein. Die permanente Aufnahme der Vielzahl verschiedener belasteter Nahrungsmittel mit unterschiedlichsten Metallen ist jedoch ein Problem, das in seinen Dimensionen gerade erst erkannt wird.

Eine weitere große Rolle spielen genetische Faktoren. Bei nahezu jedem 2. Deutschen sind bei genetischen Untersuchungen Abweichungen vom Idealzustand der körpereigenen Entgiftungsenzyme festzustellen. Es können verschiedene Enzyme eine mangelhafte Funktion aufweisen oder sogar fehlen. Die Entgiftungsfähigkeit ist dann bei dem Einzelnen mehr oder weniger stark eingeschränkt, je nachdem, wie viele Enzyme bei ihm von von der Norm abweichenden genetischen Varianten betroffen sind. So kommt es, dass von dmn Einen eine Schwermetallmenge noch problemlos toleriert wird, die bei einem Anderen bereits zu schweren Krankheitszeichen führt.

Die Bedeutung von einigen Metallen als krankmachende Faktoren ist durch zahlreiche Studien erwiesen worden. Insbesondere Blei, Cadmium und Quecksilber können schon in relativ geringen Konzentrationen das Risiko für Autoimmunerkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes, Herzinfarkt, Rheuma, Krebs, und neurologische Erkrankungen (Multiple Sklerose…) lebensgefährlich erhöhen. Andere Metalle sind für die Gesundheit des Menschen hingegen unverzichtbar. Dazu zählt auch Eisen, das im Übermaß allerdings die Gefäßverkalkung (Atherosklerose) fördert und dadurch zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen kann.

Folgen der Schwermetallbelastung sind:

  • Schädigung der Mitochondrien (Störung der Energiegewinnung in den Zellen)

  • Fehlerhafte Zellreparatur (Störungen im Enzymsystem der Zellen, Zellentartung, Krebs)

  • Störungen des Immunsystems

  • Metallallergien

  • Störungen der Zellkommunikation (Störung des Grundsystems)

  • Bildung freier Radikale

Die negative Auswirkungen der Bildung freier Radikale, der Störung des Zellstoffwechsels, der Schädigungen des Immunsystems, der Beeinträchtigung der Grundregulation und möglicher Metallallergien verstärken sich gegenseitig.

So können viele grundlegende Körperfunktionen gestört werden.

Die Liste der direkt oder indirekt durch Schwermetalle ausgelösten Krankheiten liest sich wie eine Aufzählung der Zivilisationskrankheiten von A wie Allergie, B wie Bluthochdruck, über D wie Durchblutungsstörungen, K wie Krebs, N wie Neurodermitis, U wie Unfruchtbarkeit bis hin zu Z wie Zahnfleischentzündungen.

Wissenschaftliche Belege gibt es des Weiteren für: Unfruchtbarkeit, Schädigung des ungeborenen Kindes, Durchblutungsstörungen (am Herzen, im Gehirn, in den Beinen), Erkrankungen des Gehirns und des Nervensystems (Alzheimer, Demenz, Depressionen, Polyneuropathie, Multiple Sklerose), Krebs.

Grundsätzlich sollte bei jedem Patienten mit einer chronischen Erkrankung nachgeforscht werden, ob Schwermetalle vorhanden sind, die eine Heilung verhindern.

Frühsymptome einer Schwermetallbelastung sind abnehmende Leistungsfähigkeit, zunehmende Infektanfälligkeit, Bluthochdruck, Gelenk-, Glieder-, Muskel- und Kopfschmerzen, Hautausschläge oder Haarausfall.

Dem Haarausfall kommt als Frühwarnsymptom eine besondere Bedeutung zu. Die Bildung besonders der Kopfhaare in den Haarfollikelzellen ist eine störanfällige Syntheseleistung, deren Qualität bei Schwermetallbelastung sinkt. So entsteht eine über die Zeit oftmals massiv werdende Auslichtung des Kopfhaares. Das einzige (Alarm)symptom, das neben der Neurodermitis für den Betroffenen wie auch für andere direkt sichtbar wird.

Schwermetalldiagnostik

Schwermetalle sammeln sich über Jahre und Jahrzehnte im Körpergewebe (beispielsweise im Fettgewebe der Nerven, der Brustdrüsen, des Knochenmarks, der Nebennieren) an.

Im Blut sind sie regelmäßig nur in allerkleinsten Mengen zu finden. Für den Nachweis einer chronischen Schwermetallvergiftung ist Blut daher nicht geeignet.

In Haaranalysen finden sich nur dann Schwermetalle, wenn gerade vor kurzem größere Mengen von Schwermetallen aufgenommen oder im Körper freigesetzt wurden.

Also Achtung! Zeigen sich in Blut- oder Haaruntersuchungen keine erhöhten Werte von Schwermetallen, kann daher trotzdem eine chronische Schwermetallvergiftung vorliegen.

Der Nachweis einer chronischen Schwermetallvergiftung ist nur mit einem Provokationstest möglich. Dazu werden dem Patienten 2 Infusionen mit Metall bindenden Substanzen verabreicht.

Diese Diagnostikmethode ist im Konsens der internationalen (IBCMT) und deutschen (KMT) ärztlichen Fachgesellschaften entwickelt worden. Sie ist kein so genanntes „alternatives Behandlungsverfahren“ und keine „besondere Therapierichtung“, sondern die weltweit einzige wissenschaftlich anerkannte praxistaugliche Diagnostikmethode zum Nachweis chronischer Schwermetallbelastungen.

Die verabreichten Chelatbildner werden im Körper nicht verarbeitet. Sie haben nur eine reine Transportfunktion für die Schwermetalle. Beim Durchströmen des Körpers binden sie die Schwermetalle an sich und verlassen ihn dann mit den Metallen beladen, über die Nieren.

Eine Stunde nach Ende der Infusionen gibt der Patient einen Urin ab, der zur Untersuchung in ein Speziallabor kommt.

Dort wird er auf 34 verschiedene Metalle untersucht. Die Untersuchung ist in diesem großen Umfang dringend erforderlich, um die Gesamtsituation einschätzen zu können und um keine Belastungen mit „exotischen“ Metallen zu übersehen. Während früher die Untersuchung von lediglich einer Hand voll Metallen durchaus üblich war, wissen wir heute, dass schon kleinste Mengen „unpopulärer“ Schwermetalle durchaus hoch giftig sein können.

Der große Vorteil dieses Provokationstests ist, dass er bei sachgerechter Anwendung reproduzierbare und vergleichbare Ergebnisse liefert. Sowohl die Mengen, die Abläufe, als auch die Laboruntersuchungen sind standardisiert und genügen somit wissenschaftlichen Ansprüchen.

So können auf der Basis der erhaltenen Ergebnisse je nach Art und Schwere der Schwermetallbelastung ein individueller Therapieplan erstellt werden und die Ausleitungsergebnisse sowohl im Verlauf als auch am Ende der Therapie kontrolliert werden.

Oftmals werden auch alternative Diagnostikmethoden zum Nachweis von Schwermetallbelastungen angeboten und durchgeführt. Diese energetischen Untersuchungen, wie Elektroakupunktur nach Voll, Bioresonanzdiagnostik oder kinesiologische Tests können sehr hilfreich sein, weil sie nützliche Hinweise auf eine Schwermetallbelastung geben können. Quantitative Aussagen sollen damit aber nicht getroffen werden und sind damit auch nicht möglich.

 Wirkung

Die Basis jeder nach den Regeln der ärztlichen Heilkunst durchzuführenden Metallausleitung ist die sachgerechte Schwermetalldiagnostik.

Grundsätzlich müssen dann bei bereits symptomatisch gewordener Schwermetallbelastung drei Schwerpunkte zum Einsatz kommen:

  • Unterstützung der körpereigenen Entgiftungssysteme

  • Regeneration der bereits eingetretenen Zellstoffwechselschäden durch Substitution von metallbedingten Hormon-, Vitamin-, Mineralstoff und Aminosäuredefiziten

  • Ausleiten der Schwermetalle

Die Prioritäten werden je nach dem, wie die Befunde ausfallen, festgelegt. Manchmal muss der Patient  (sein Stoffwechsel) erst stabilisiert werden, bevor entgiftet werden kann. Oft kann man aber auch direkt mit der Ausleitung beginnen und die anderen Punkte parallel einleiten. Dann sind am schnellsten optimale Ergebnisse erreichbar.

Behandlung

Die Ausleiten der Schwermetalle („direkte Entgiftung“) geschieht mit Chelatbildnern.

Chelate binden die toxischen Metalle im Körper. Über den Urin und den Stuhl werden sie auf natürlichem Weg ausgeschieden. Vor allem die Behandlung mit Na-EDTA ist ein außerordentlich sicheres Verfahren, wie die TACT-Studie der amerikanischen Gesundheitsbehörde NIH belegt hat.

Diese werden meist als Infusionen verabreicht. Das ist die effektivste und sicherste Methode, die Metalle aus dem Körper zu entfernen. Um den Ausleitungseffekt zu verstärken oder bei besonderen Indikationen kommen zusätzlich oder allein Präparate in Kapselform zum Ensatz. Die potentiellen Nachteile der Kapselform, wie unsichere Aufnahme im Darm oder Bindung von Metallen bereits im Darm müssen dabei in Kauf genommen werden.

Präparate in Zäpfchenform werden bei sachgerechter Metallausleitung nicht eingesetzt, da sie in der notwendigen Konzentration Durchfälle und Darmkrämpfe verursachen. Sie wären somit genauso unwirksam wie Präparate, die zur besseren Verträglichkeit niedrig dosiert sind.

Auch einigen Pflanzen wird auf Grund ihres Reichtums an Schwefelgruppen eine Schwermetallbindung und –ausleitung zugeschrieben: Kohl, Knoblauch, Zwiebeln, Hülsenfrüchte, Bärlauch. Bei den heutzutage häufig anzutreffenden erheblichen Schwermetallbelastungen taugen sie zwar allein nicht zur Ausleitung. Vorbeugend oder begleitend sind sie jedoch eine hervorragende Ergänzung im Sinne einer gesunden Ernährung.

Auch Chlorella-Algen können Schwermetalle binden und ausleiten. Algen binden Metalle, sowie sie mit ihnen in Kontakt kommen. Man muss daher darauf achten, dass die Algen unter reinsten Bedingungen hergestellt wurden. Schlimmstenfalls werden dem Körper duch die Einnahme von belasteten Algenpräparaten weitere Metallbelastungen zugefügt. Eine gewisse Sicherheit geben seriöse Reinheitszertifikate des Präparateherstellers.

Ein weiterer Nachteil von Algen ist ihr hohes Potential, Allergien zu erzeugen. Algenpräparate müssen für eine effektive Metallausleitung langfristig eingenommen werden. Lange Einnahmen steigern die Wahrscheinlichkeit für die Ausbildung von Allergien. Besonders dann, wenn, wie bei metallbelasteten Patienten fast immer anzutreffen, ungünstige Darmverhältnisse vorliegen.

Aus den genannte Gründen kommen Algenpräparate bei der sachgerechten Schwermetallausleitung nur ausnahmsweise zum Einsatz.

Somit werden vor allem die effektiven und nebenwirkungsarmen Chelatbildner zur Schwermetallausleitung  eingesetzt.

Die Verabrechung nach den Anwendungsprotokollen der internationalen (IBCMT) und deutschen (KMT) ärztlichen Fachgesellschaften garantien dazu eine wissenschaftliche und sichere Basis.

Je nach Schwere der Erkrankungen können 25 oder mehr Infusionen erforderlich sein, die jeweils drei bis vier Stunden dauern. An diese Behandlung schließt sich häufig noch eine Erhaltungstherapie mit einer Infusion pro Monat an.

Die Entgiftung-Chelat-Therapie ist ein sehr sicheres, bewährtes Verfahren. Dennoch können Nebenwirkungen, wie Müdigkeit, Kältegefühl oder Harndrang, auftreten, die jedoch ungefährlich sind.

Vorbeugung der Schwermetallbelastungen

Leider sind Schwermetallaufnahmen aus der Umwelt und über die Nahrung heute grundsätzlich nicht mehr vermeidbar.

Die Gesamtmenge der aufgenommenen Metalle lässt sich jedoch reduzieren durch:

  • Verzicht auf bzw. Entfernung von Amalgamfüllungen (NACH Schwermetallausleitungstest!!)

  • Verzicht auf Genussgifte (Rauchen!)

  • Sorge für intakte Darmflora (Barriere zwischen „Innen“ und „Außen“)

  • Bewusste Ernährung (Naturbelassene Nahrungsmittel einkaufen und selbst zubereiten)

Die Gesamtmenge bereits aufgenommener Schadstoffe lässt sich durch die Unterstützung der körpereigenen Entgiftung reduzieren.

Die Entgiftung über die Nieren kann duch ausreichendes Trinken von Wasser unterstützt werden.

Auch über die Haut ist eine in ihrer Wirksamkeit nicht zu unterschätzende Entgiftung möglich. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass der Körper beim Schwitzen nach 20 Minuten beginnt, nennenswerte Mengen von Schadstoffen über die Haut auszuscheiden. Dies kann zum Beispiel durch Sport oder Sauna erreicht werden.

Beim Sport sind dazu keine Höchstleistungen nötig. Im Gegenteil, es kommt nur auf das Schwitzen an. Das kann, je nach Trainingszustand, schon bei konsequentem zügigen Gehen erreicht werden.

Genau so bei der Sauna. Optimal ist die Biosauna mit 40°C Lufttemperatur über 30 bis 45 Minuten. In diesem Sinne sind kürzere Schwitzdauern bei höheren Raumtemeraturen, so heroisch sie auch sein mögen, wirkungslos.

Quellen

  • Blaurock-Busch, E.: Mineralstoffe und Spurenelemente. Essentielle und toxische Metalle der Humanmedizin. Labor und Diagnose. MTM 2005.

  • Blaurock-Busch, E. und Strey, Reinhard: Handbuch der Klinischen Metalltoxikologie. Auflage 2016.

  • Fischer, A. B. und Eickmann, T.: Metalle/Thallium. In: Wichmann, Schlippköter, Fülgraff (Hrsg.): Handbuch Umweltmedizin-25. Erg. Lfg. 9/02, ecomed 2002.

  • Rubrecht, J.: Dimaval. Wissenschaftliche Produktmonografie. Heyl Berlin 2008.

  • Thomas, L.: Labor und Diagnose. TH-Books 2005. 6. Auflage.

  • Otto/DISU Osnabrück. Cadmium Informationsblatt- http://www.dapinfo.de/gesundheitsamt/alle/umwelt/chemie/met/cd/infobl.htm

  • http://www.uniterra.de/rutherford/ele013.htm

  • http://www.gifte.de/Antidote/dmps.htm

  • Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): http://www.bfr.bund.de/cd/27956

  • Ärztegesellschaft für klinische Metalltoxikologie e.V.

  • Dr.med. Peter Jennrich, Mitglied des Intern.Board of Clinical Metal Toxicology (IBCMT), wissenschaftlicher Beirat der Deutschen Ärztegesellschaft für Chelattherapie: Schwermetalle-Ursache für Zivilisationskrankheiten, CO`MED Verlagsgesellschaft mbH, Hochheim 2007

Kakaoflavanole: Schutzwirkung für das Herz-Kreislauf-System

 

Hot chocolate, Kakao … das klingt nach Liebe, nach so viel Wärme und Herzlichkeit… und irgendwieso vetraut aus der Kindheit.

Schokolade ist gesund, weil sie das Herz-Kreislauf-System unterstützt….. Haben wir schon sehr oft und überall gehört und gelesen. Doch es ist nur halbrichtig.

Denn nicht die Schokolade, sondern die darin enthaltenen sekundären Pflanzenstoffen der Kakaoflavonole fördern die Gesundheit. Deren blutdrucksenkende, entzündungshemmende und gerinnungshemmende Effekte können sehr effektiv zum Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen und das Risiko, an einem kardiologischen Ereignis zu versterben, deutlich senken. Bei der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde wurde der nachfolgende Health Claim beantragt: „Kakaoflavanole fördern die Elastität der Blutgefäße, was zum normalen Blutfluss beiträgt.“

Eine sehr wichtige Wirkung der Kakaoflavanole ist die Reparatur des Gefäßinnenwandes (Endothels). Eine Dysfunktion des Endothels ist typisch für eine frühe Arteriosklerose und damit für die meisten kardiovaskulären Risikofaktoren. Bei Vorliegen einer endothelialen Dysfunktion kann weniger Stickstoffmonoxid (NO) in die Gefäße abgegeben werden und es kommt zu einer verminderten vaskulären Bioverfügbarkeit von NO und damit zu einer geringeren Gefäßelastizität.

Darüber hinaus ist eine Endotheldysfunktion gekennzeichnet durch eine vermehrte Bildung freier Sauerstoffradikale und eine erhöhte Produktion von Vasokontriktoren wie Angiotensin II und Endothelin – die Endotheldysfunktion ist somit der Beginn der Arteriosklerose. Kakaoflavanole regenerieren die Endothelfunktion, indem sie einen Anstieg von NO aus dem Endothel in das Blut induzieren. Dadurch weitet sich das Gefäß, die Durchblutung und Zirkulation des Blutes verbessert sich. NO entspannt die glatte Muskulatur der Gefäße. Das heißt, Kakaoflavanole verbessern bei Patienten mit Endothelfunktionsstörungen dessen Funktion ( bei Diabete Typ II oder Arteriosklerose! ).

Weitere kardiovaskuläre Schutzeffekte ergeben sich aus der blutdrucksenkenden, entzündungshemmenden, cholesterinsenkenden und stressreduzierten Wirkung der Kakaoflavanole. So liegen mehrere Metaanalysen vor, die zeigen, dass der Verzehr kakaoreicher Lebensmittel den Blutdruck senken kann. Die Senkung des Blutdrucks ergibt sich zum einen aus der Regeneration der Endothelfunktion; über die vermehrte Freisetzung von NO werden die Gefäße dilatiert. Zudem gibt es Hinweise auf eine blockierende Wirkung  auf das Angiotensin-konvertierende Enzym ( Blutdrucksteigende Enzym ).

Auch die entzündungshemmende Wirkung der Kakaoflavanole ist von großer Bedeutung, da chronische Entzündungsreaktionen eng mit der Entstehung der Arteriosklerose assoziiert sind. Kakaoflavanole inhibieren entzundungshemmende Zytokinde und führen zu einer Verringerung der Leukotrienen. Auch auf die Blutfettwerte haben Kakaoflavanole einen günstigen EInfluss. So führt der regelmäßige Verzehr von Kakaoprodukten zu einer Erhöhung des kardioprotektiven HDL-Cholesterins und einer Senkung LDL-Cholesterins, das zudem vor Oxidation geschütz wird. Personen, die regelmäßig Kakaoprodukte verzehren, einen niedrigen Body-Mass-Index aufweisen als eine, die keine Kakaoprodukte konsumieren. Dies wird von allem auf den Sättigungseffekt von Kakaoprodukten zurückgeführt.

Nicht zuletzt konnten auch stresssenkenden Effekte von Kakaoflavanolen nachgewiesen werden. Stress ist ein wichtiger Trigger für Herz-Kreislauf-Erkrankungen – kurzer heftiger Stress kann einen Myokardinfarkt auslösen. Daher ist die Reduzierung von Stress ein wichtiger Baustein in der Prophylaxe von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Kakaoflavanole können die Stresshormone Cortisol und Adrenalin senken: Je höher der Flavanolspiegel, desto geringer der Stressanstieg. Vermutlich schützen Flavanole auf der Ebene der Nebenniere vor der körperlichen Reaktion auf Stress.

Selbstverständlich trotz der vielen positiven Wirkungen der Kakaoflavanole die Empfehlungen, Kakaogetränke oder Schokolade zu verzehren, bei vielen audgrund des hohen Zuckergehalts und der hohen Energieziführ bei Diabetiker und bei Patienten mit metabolischen Syndrom kontraindiziert. Der Verzehr von Bitterschokolade ist wegen seines hohen Flavanol-Gehalts besser. Allerdings ist deren Energiegehalt kaum geringer und es werden durch die technologische Bearbeitung des Kakaos die wertvollen Flavanole aus dem Kakaopulver entfernt. Daher ist der Flavanol Gehalt in den verschiedenen Schokoladensorten und Herkunft schwanken. In mehreren  Studien wird daraufhingewiesen, dass die Schutzwirkung auf das Endothel bei zuckerfreien Kakao signifikant besser ist als bei regulärem Kakao.

Für viele Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Herzinsuffizienz, mit Risikofaktoren für kardiologische Ereignisse wie Diabetiker Typ 2, Hypertoniker, bei Arteriosklerose und Gefäßverschlußerkrankungen, Raucher, Übergewichtige und beim Stress wäre die Gabe von Kakaoflavanolen aufgrund oben beschriebenen Wirkungen sehr sinnvoll. Daher sind Kapsel-Präparate, die Kakaoflavanole in hoher Konzentration enthalten und dabei keine kalorische Belastung bedeuten, sehr gut geeignet.

 

  Quellen:

1.  Sudano I, Flammer AJ, Roas S et al. Cacao, blood pressure, and vascular funktion. Curr Hypertens Rep 2012;14(4): 279-284.

2. Sansone, R et al. Cacao flavanol intake improves endothelial funktion and framimgham risk score in healthy men and womenn: A randomised, controlled, double-masked trial: the flaviola health study. Br J Nutr 2015; 28;114 (8):1246-55

3. Deutsche Geselschaft für Ernährung e.V.. 12, Ernährungsbericht. Bonn, 2012: 355ff  

 

 

 

Neurofunktionelle Störungen der Psyche

Psyche wird seit der Antike in einem sehr umfassenden Sinn verstanden. Das menschlicher Gehirn ist komplex und besteht aus Milliarden Kombinationen und Vernetzungen. Die wissenschaftliche Studien deuten auf Verbindungen der Areale für die emotionalen Funktionen mit den Arealen für Interezeption und die Viszeromotorik. Diese haben jedoch als einzelne Areale keine alleinige oder umfassende Funktion, sonder sind im komplexen Netzwerken arrangiert. Sind diese Netzwerke in ihrer Funktion durch physiche Einwirkungen oder chemisch-toxische Störungen in ihrer Funktion gestört, kann es neben körperlichen Symptomen auch psychische Beschwerden kommen. Des Weiteren können traumatische Lebensumstände oder auch der Umstand, dass man nicht gelernt hat, wie man mit bestimmten Situationen umgeht, zu Ängsten und Stress führen. Egal ob die Ursache eher in der Physiologie des Nervenssystems zu suchen ist, oder auf schlechte oder mangelnde Erfahrungen zurückzuführen ist, kann man über die Modulation des Nervensystems dem Menschen helfen neue kognitivie Strategien oder emotionale Konzepte zu lernen und ungünstige gelernte mentale oder physiologische Muster zu überwinden. Die Veränderungen des Nervenssystems kann durch Neurofunktionelle Integration erreicht werden. Die Diagnostik erfolgt durch neurologische Testung aller Körpersysteme und -funktionen, auch der kognitiven und emotionalen Funktionen. Die Behandlung hat zum Ziel die gestörte Funktion des Nervensystem durch Setzung gezielter motorischer und sensorischer Reize zu verbessern.